Der Grüngefelderte Täubling (Russula virescens): Ein Portrait
Der Grüngefelderte Täubling (Russula virescens) gilt unter Pilzkennern als einer der hochwertigsten Speisepilze. In der Schweiz ist er ein geschätzter Fund in den heimischen Wäldern, dessen Wiedererkennungsmerkmale ihn auch für Einsteiger interessant machen.
Steckbrief und Merkmale
- Hut: 6 bis 12 cm breit. Charakteristisch ist die grasgrüne Farbe, die im Alter felderig aufbricht und einen weisslichen bis blass-grünlichen Untergrund freilegt. Wichtig: Der Hut weist niemals violette Töne auf.
- Lamellen: Weisslich bis cremefarben, können im Alter gelblich werden oder braune Flecken aufweisen.
- Stiel: Zylindrisch, weiss. Bei Verletzungen kann er sich bräunlich verfärben.
- Geruch: Dezent, leicht mehlig, nussig und marzipanartig.
- Vorkommen: Laub- und Nadelwälder, meist von Juli bis September.
Kulinarische Bedeutung und Sicherheit
Der Grüngefelderte Täubling zählt zu den beliebtesten Speisepilzen der Schweiz. Da er eine für Täublinge recht außergewöhnliche Hutoberfläche besitzt, ist er vergleichsweise leicht zu identifizieren.
Wichtige Regeln für Sammler:
- Täublings-Check: Täublinge haben niemals einen Ring, Manschette, Schuppen, Schleier oder eine Knolle am Stiel. Auch Velumreste auf dem Hut schließen einen Täubling aus.
- Geschmacksprobe: Milde Täublinge sind essbar. Schmeckt der Pilz jedoch scharf oder bitter, ist er als ungeniessbar oder giftig einzustufen.
- Pilzkontrolle: In der Schweiz bieten Pilzkontrollstellen (VAPKO) Sicherheit. Bei Unsicherheit unbedingt eine offizielle Stelle aufsuchen.
- Notfall: Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung ist in der Schweiz die Nummer 145 (Tox Info Suisse) rund um die Uhr erreichbar.
Verwechslungsgefahr
Eine typische Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem Grasgrünen Täubling. Aufgrund des markanten felderigen Aufbrechens der Huthaut ist der Grüngefelderte Täubling jedoch ein exzellenter Pilz für Anfänger, die in das Sammeln von Täublingen einsteigen möchten.
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