Zwischen Krieg und Frieden: Kulturelle und gesellschaftliche Perspektiven in der Schweiz

Das Thema „Guerra e Pace“ (Krieg und Frieden) ist in der Schweizer Kulturlandschaft ein zentrales Motiv, das weit über die Literatur hinausreicht und in Musik, Dokumentarfilm und philosophischem Diskurs verarbeitet wird. Hier ist eine Übersicht der aktuellen Auseinandersetzungen mit dieser Thematik:

Kulturelle und mediale Aufarbeitung

  • Musik als politisches Statement: Der international erfolgreiche Liedermacher Pippo Pollina widmete dem Thema sein Album „Fra guerra e pace“. Es ist eine poetische Mahnung, die Zuversicht und Liebe in den Kontext der aktuellen Weltlage setzt und unter anderem die Geschichten von Menschen in Konfliktgebieten wie der Ukraine oder Palästina thematisiert.
  • Dokumentarfilme und Zeitgeschichte: Die RSI (Radiotelevisione svizzera) leistet einen wesentlichen Beitrag zur historischen Reflexion. Ein bemerkenswertes Projekt ist der Dokumentarfilm „La Svizzera tra Guerra e Pace“, der anhand von Archivmaterialien die Entwicklung der schweizerischen Verteidigungsstrategie über ein Jahrhundert hinweg analysiert und kritisch hinterfragt.
  • Philosophie und Literatur: Die Società Filosofica della Svizzera Italiana widmet dem Thema „Guerra e Pace“ regelmäßig spezielle Events und Diskussionsrunden. Auch in der literarischen Rezeption, etwa im Werk von Mario Rigoni Stern, wird die Verbindung zwischen dem Überlebenskampf im Krieg und der tiefen Verbundenheit zur Natur (als Friedenspol) reflektiert.

Politische Debatte in der Schweiz

Das Spannungsfeld „Krieg und Frieden“ prägt auch die aktuelle Schweizer Innenpolitik. Ein zentraler Punkt ist die Neutralitätsdebatte. Hier wird intensiv diskutiert, wie die Schweiz ihre Rolle als Vermittlerin wahrnehmen kann, ohne ihre Position bei Exporten von Kriegsmaterial oder bei Sanktionen gegenüber kriegsführenden Parteien zu untergraben.


  1. La Svizzera tra Guerra e Pace (Dokumentarfilm-Archiv der RSI)
  2. Pippo Pollina – „Fra Guerra E Pace“ (Album-Informationen)
  3. Società Filosofica della Svizzera Italiana – Event-Archiv

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Schweizer Filme
Guerra e Pace
Guerra e Pace
Italy / Switzerland, September 2020
Wie soll Krieg gefilmt werden? Der Film handelt von der jahrhundertealten Beziehung zwischen Kino und Krieg, von ihrem ersten Aufeinandertreffen im Jahr 1911 anlässlich der italienischen Invasion in Libyen bis heute. Von den Sequenzen, aufgenommen von Pionieren des Kinos, bis zu den heutigen Smartphone-Filmen, die von Menschen in aller Welt gedreht wurden, scheint der Schritt sehr kurz und die Verbindung von Kino und Krieg sehr stark zu sein.
von Massimo D'Anolfi, Martina Parenti
KImehr über Guerra e Pace
Quelle: swissfilms.ch