„Guets Neus“ im Schweizer Kontext: Filmkultur und Neujahrswünsche

Der Begriff „Guets Neus“ ist in der Schweiz fest im Sprachgebrauch verankert. Während er primär als herzlicher Neujahrswunsch in Vereinen, Unternehmen und im privaten Umfeld genutzt wird, findet er auch als Titel für bedeutende Schweizer Filmproduktionen Verwendung.

Der Dokumentarfilm: „Guets Neus – schöö, wüescht ond schööwüescht“

Im Zentrum der filmischen Auseinandersetzung mit diesem Titel steht der Dokumentarfilm von Thomas Lüchinger aus dem Jahr 2011.

  • Inhalt: Der Film porträtiert über einen Zeitraum von drei Jahren die Tradition des Appenzeller Silvesterchlausens. Er befasst sich dabei weniger mit dem Brauchtum an sich, sondern dokumentiert die „Schuppel“ (Gruppen von Chläusen), wie sie singend („Zäuerli“) und tanzend von Haus zu Haus ziehen.
  • Hintergrund: Lüchingers Werk wird oft im Kontext der Schweizer Filmgeschichte genannt, insbesondere im Vergleich zu anderen Dokumentationen wie „Silvesterchlausen“ von Thomas Rickenmann.
  • Rezeption: Der Film wurde unter anderem in der SRF-Reihe „CH:Filmszene“ ausgestrahlt und in verschiedenen Schweizer Kinos (wie dem Kino Rosental in Heiden) gezeigt.

„Guets Neus“ als kulturelle Grußformel

Abseits der Filmwelt wird der Ausdruck „e guets Neus“ in der Schweiz omnipräsent verwendet. Die Analyse der vorliegenden Quellen zeigt verschiedene Einsatzbereiche:

  • Vereinswesen: Sportvereine (z. B. OL-Läufer oder Schützenvereine) nutzen den Ausdruck auf ihren Webseiten, um ihren Mitgliedern für das kommende Jahr Erfolg und Gesundheit zu wünschen.
  • Unternehmenskommunikation: Zahlreiche Schweizer Firmen, von Treuhandbüros bis hin zu IT-Dienstleistern, verwenden den Slogan als jahreszeitliche Grußformel.
  • Merchandising: Der Ausdruck findet sich auch auf gestalteten Neujahrskarten, die oft mit typisch schweizerischen Motiven wie Schnee oder Herzsymbolen kombiniert werden.

  1. Kino Rosental Heiden – Filmvorstellung „Guets Neus“
  2. Roses for you film – Ankündigung zur Ausstrahlung auf SRF 1
  3. OL Regio Burgdorf – Beispiel für die Verwendung im Vereinsumfeld

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Guets Neus
Guets Neus
Switzerland, September 2011
Mit Schellenklängen und Naturjodel gestalten die wüsten, schönen, und schönwüsten Silvesterkläuse im Appenzellerland jeden alten und neuen Silvester ein Ritual zum Übergang vom alten ins neue Jahr. Mit furchterregenden Fratzen, kunstvollen Hauben und Gewändern aus Naturmaterialien («Gruscht»), ziehen die Silvesterkläuse singend und tanzend von Haus zu Haus. Sie pflegen damit einen alten Nikolausbrauch, dessen Ursprung sich heute nicht mehr genau bestimmen lässt. In seiner Wildheit lässt der Brauch noch etwas von der früheren Aufmüpfigkeit gegen die Obrigkeit erahnen.
von Thomas Lüchinger
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Quelle: swissfilms.ch