Der Habichtspilz (Sarcodon imbricatum): Ein markanter Stoppelpilz im Porträt

Der Habichtspilz, auch bekannt unter den Namen Rehpilz, Habichtsstacheling oder Habichtsstoppelpilz, ist ein auffälliger und leicht zu identifizierender Pilz aus der Familie der Weißsporstachelingsverwandten.

Merkmale und Bestimmung

  • Hut: Der Hut erreicht einen Durchmesser von 5 bis 15 cm. Er ist hell- bis dunkelbraun gefärbt und durch markante, sparrig abstehende Schuppen gekennzeichnet.
  • Unterseite: Anstelle von Lamellen besitzt der Habichtspilz auf der Hutunterseite dichte, feine Stacheln, die etwas am Stiel herablaufen.
  • Vorkommen: Er ist ein Mykorrhizapartner der Kiefer und bevorzugt saure, nährstoffarme Böden. In Europa, Asien und Nordamerika ist er weit verbreitet.

Verwendung in der Küche

Die kulinarische Einschätzung des Habichtspilzes ist zwiegespalten:

  • Bitterkeit: Viele Exemplare weisen einen bitteren Geschmack auf, weshalb der Pilz von manchen Mykologen als kaum speisewert eingestuft wird. Eine Geschmacksprobe vor der Zubereitung wird empfohlen.
  • Verarbeitung: Der Pilz sollte stets gut erhitzt werden (Abbrühen wird empfohlen), da er roh oder ungenügend gegart als schwer bekömmlich gilt.
  • Besonderheit: Getrocknet und zu Pulver vermahlen wird er regional – auch in den Alpen – als hochwertige, aromatische Würze für Saucen oder Teigwaren geschätzt. In der Schweiz finden sich Rezepte, in denen der Habichtspilz zusammen mit Kartoffeln gebraten wird.

Bedeutung in der Schweiz

Der Habichtspilz ist in Schweizer Pilzkreisen gut bekannt und wird regelmäßig bei Bestimmungsabenden (z. B. im Fricktal oder Zürich) thematisiert. Er dient dort häufig als Anschauungsobjekt für Pilzkurse und Bestimmungsübungen.

Weitere Verwendung

Neben der kulinarischen Nutzung ist der Habichtspilz ein traditioneller Färbepilz. Er wird in Handarbeitskreisen geschätzt, da sich mit ihm – je nach Beize – vielfältige Farbnuancen von Grau bis Blaugrau erzielen lassen.


Empfohlene Quellen

  1. Habichtspilz - Sarcodon imbricatum (AWL.ch) – Ausführliche Informationen zu Synonymen, Biologie und Bekömmlichkeit.
  2. Habichtspilz (Sarcodon imbricatus) - Lexikon der Pilze – Detaillierte Merkmalsbeschreibung und Tipps zum Färben mit Pilzen.
  3. Habichtspilz - myko-kitchen – Praxisnahe Tipps zur Verarbeitung als Pilzpulver und Anwendung in der Küche.

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Pilze
Habichtspilz
Der Habichtspilz, Habichts-Stacheling oder Rehpilz (Sarcodon imbricatus) ist eine Pilzart aus der Familie der Weissporstachelingsverwandten (Bankeraceae). Er stammt aus der Gattung der Braunsporstachelinge, die in Mitteleuropa mit einem guten Dutzend Arten vertreten ist. Seinen deutschen Namen erhielt der Pilz aufgrund der schuppigen Hutoberseite, die an das Federkleid eines Habichts erinnert. Auch der wissenschaftliche Name orientiert sich am Aussehen der Fruchtkörper: Er bedeutet so viel wie mit Ziegeln bedeckter (lat. imbricatus) Fleischzahn (griech. Sarcodon).
Habichtspilz
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Quelle: Wikipedia