Der Hálslón-Stausee: Ein monumentales Projekt im isländischen Hochland
Der Hálslón-Stausee (auch Halslon geschrieben) ist ein bedeutendes Bauwerk im isländischen Hochland, das eng mit dem Kárahnjúkar-Wasserkraftwerk verbunden ist. Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte:
Entstehung und Zweck
Der Stausee wurde angelegt, um den gewaltigen Gletscherfluss Jökla aufzustauen. Durch den Bau des Kárahnjúkar-Staudamms wird das mitgeführte Sandgeschiebe der Gletscherflüsse aus dem Vatnajökull im Hálslón-Stausee zurückgehalten. Dies hat zur Folge, dass der flussabwärts gelegene Fluss Jökla, der die berühmte Studlagil-Schlucht speist, heute meist klares, türkisblaues Wasser führt, anstatt wie früher grau vom Gletscherschlick zu sein.
Geografie und Dynamik
- Wartung: Da der Stausee enorme Mengen an Sand und Sedimenten aus dem Vatnajökull ansammelt, muss er regelmäßig „gespült“ werden. Im Herbst kann es daher vorkommen, dass sich die Jökla-Schlucht temporär wieder mit grauem Gletscherwasser füllt, wenn der Stausee von diesen Sandmengen befreit wird.
- Saisonale Veränderungen: Im Frühjahr, während der Schneeschmelze, kann der Stausee überlaufen. Diese großen Wassermassen werden dann in die Schluchten geleitet, wobei sich das Wasser oft rötlich-braun färbt.
Reise- und Erlebnisberichte (Schweizer Bezug)
Das Gebiet um den Hálslón ist ein beliebtes, wenn auch abgelegenes Ziel für Reisende, darunter auch viele Schweizer Gäste.
- Hochland-Abenteuer: Berichte von Schweizern, die das Hochland durchqueren, beschreiben die Region als raues, aber faszinierendes Ziel. Die Gegend war früher sehr einsam und bot kaum Infrastruktur (Plumpsklo, Bach zum Waschen), hat sich jedoch durch das Kraftwerksprojekt infrastrukturell verändert.
- Laugarfell: In der Nähe des Stausees befinden sich Anlaufpunkte wie Laugarfell, die oft als Basis für Exkursionen zum Stausee dienen.
Kurioses
Der Name „Halslon“ findet sich nicht nur auf der Landkarte, sondern dient auch als Namensgeber für Produkte, beispielsweise für militärisch angehauchte Kurzjacken, die den Namen „Halslon“ tragen.
- Best of Iceland: Studlagil - Fantastisch, aber nicht ungefährlich
- Ambuehler.ch: Reisebericht Island Sommer 2012
- Island Pro Travel: Sehenswürdigkeiten Islands
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