Heidi beim Geräuschemacher: Einblick in die Schweizer Filmtonkunst

Das Thema „Heidi beim Geräuschemacher“ verbindet zwei essenzielle Aspekte der schweizerischen Filmkultur: die ikonische Heidi-Figur als kulturelles Erbe und die spezialisierte Handwerkskunst der Foley-Artists (Geräuschemacher).

Hintergrund und Kontext

In der Schweizer Filmwelt ist die Rolle des Geräuschemachers von zentraler Bedeutung, um die auditive Ebene von Produktionen – insbesondere bei klassischen Stoffen wie Heidi – zu gestalten.

  • Workshops und Bildung: Im Rahmen der 51. Solothurner Filmtage 2016 wurde die Bedeutung dieses Handwerks durch gezielte Workshops für Kinder hervorgehoben. Unter der Leitung erfahrener Experten wie Pedro Haldemann wurde Kindern spielerisch vermittelt, wie Geräusche im Film entstehen und wie die Welt von Heidi akustisch zum Leben erweckt wird.
  • Fachpersonal in der Schweiz: Das Schweizer Syndikat Film und Video (SSFV) führt spezialisierte Fachkräfte für diesen Bereich. Namen wie Heidi Hiltebrand werden hier als Beispiele für Filmschaffende gelistet, die in der Postproduktion tätig sind.
  • Die Kunst des Sounddesigns: Während früher Musik oft die Charakterisierung einer Szene übernahm (wie etwa in Heidi und Peter von 1955), geht es bei modernen Produktionen um die bewusste Gestaltung von „Orientierungslauten“. Geräuschemacher nutzen dabei oft unkonventionelle Instrumente und Techniken, um eine realistische oder stilisierte Atmosphäre zu erzeugen, die weit über das bloße Abbilden von Alltagsgeräuschen hinausgeht.

Die Bedeutung der Geräusche im Schweizer Film

Der Geräuschemacher ist ein entscheidender Akteur für die „diegetische“ Welt eines Films. Durch das „Priming“ (die suggestive Wirkung von Klängen) unterstützen Geräuschemacher die visuelle Erzählung. Ob bei der Vertonung der Alpenlandschaft oder der Charakterisierung von Innenräumen in Schweizer Produktionen: Die Arbeit hinter dem Mikrofon prägt die Wahrnehmung des Publikums nachhaltig, indem sie das Visuelle mit einer haptischen Akustik verbindet.


  1. Solothurner Filmtage: Filmschaffende und Archiv – Hintergrundinformationen zu Schweizer Filmschaffenden.
  2. Schweizer Syndikat Film und Video (SSFV) – Offizielle Plattform zur Suche nach qualifizierten Fachkräften wie Geräuschemachern.
  3. Swiss Film Music (Wiki) – Detaillierte Analyse zur Bedeutung von Sound und Musik im Kontext des Schweizer Films.

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Schweizer Filme
Heidi beim Geräuschemacher
Heidi beim Geräuschemacher
Switzerland, January 2016
Die 9-jährige Anuk Steffen spielt die Titelrolle im neuen Heidi-Film. Neugierig beobachtet sie die Filmcrew und speziell die Arbeit des Tonmeisters. Anuk führt die jungen Zuschauer in ein mysteriöses Studio, wo sie an einem faszinierenden Experiment teilnimmt. Zusammen mit dem Geräuschemacher vertont sie eine Szene aus einer der ersten Kinoadaptionen des berühmten Romans von Johanna Spyri. Eine kleine Kinoschule über eine legendäre Filmfigur und über die Bedeutung der Tonspur.
von Christian Frei
KImehr über Heidi beim Geräuschemacher
Quelle: swissfilms.ch