Heidi en Chine: Ein dokumentarischer Blick auf Identität und Herkunft

Der Dokumentarfilm Heidi en Chine (2020) des Schweizer Regisseurs François Yang beleuchtet eine tief persönliche und bewegende Geschichte, die Brücken zwischen der Schweiz und China schlägt.

Hintergrund und Handlung

Der Film porträtiert die Mutter des Regisseurs, Heidi, die als Kind von ihrem Vater in eine Schweizer Familie gegeben wurde. Jahrzehnte später kehrt sie in ihre ursprüngliche Heimat China zurück. Die Reise dient der Suche nach ihrer eigenen Geschichte und der Aufarbeitung eines schmerzhaften Familienschicksals, das eng mit der Verfolgung durch die Kommunistische Partei in China verknüpft ist. Es ist der Versuch einer „reconstitution mémorielle“ (Rekonstruktion der Erinnerung), um die Lücke in ihrem Leben zu verstehen.

Rezeption in der Schweiz

Der Film wurde in der Schweizer Kulturszene positiv aufgenommen und fand im Rahmen der Schweizer-Chinesischen Beziehungen besondere Beachtung:

  • Festivals: Der Dokumentarfilm wurde auf renommierten Plattformen wie Visions du Réel (Nyon) und den Solothurner Filmtagen präsentiert.
  • Gesellschaft Schweiz-China: Die Sektion Romandie der Gesellschaft Schweiz-China organisierte exklusive Vorpremieren, etwa im Cinéma City Club in Pully, bei denen Regisseur François Yang und seine Mutter Heidi anwesend waren.

Kontextuelle Hinweise

Der Name „Heidi“ ist in der Schweiz ein starkes kulturelles Symbol. Neben dem Dokumentarfilm wird der Begriff in diversen weiteren Schweizer Kontexten verwendet, die jedoch inhaltlich nicht mit dem Film verknüpft sind:

  • Design & Textilien: Die Kensington Crepe de Chine-Kollektion nutzt ein „Heidi“-Muster, das von der alpinen Flora inspiriert ist.
  • Kulinarik: Die Heidi Cheese Line bietet Käsezubehör an, wobei einige Produkte der Serie (wie ausziehbare Fonduegabeln) in China produziert werden.
  • Medien: Heidi.News ist ein Schweizer Medienunternehmen, das sich in seiner Berichterstattung unter anderem mit wissenschaftlichen Entwicklungen in China auseinandersetzt.

  1. Heidi en Chine - Outside the Box – Offizielle Filmseite mit Hintergrundinformationen und Trailern.
  2. Heidi en Chine - Boxproductions – Detaillierte Produktionsinformationen zum Werk von François Yang.
  3. Gesellschaft Schweiz-China - Archiv zur Dokumentation – Einblick in die Aktivitäten der Gesellschaft bezüglich der Filmvorführungen.

Vielleicht auch interessant


A Long Way Home

Abi Means Papa

Ceci n’est pas un tableau

Ceux d`en haut

Der Hexer

Écailles de rose

Frieden

Hello Goodbye

La farfalla di lana

La foret de mon père

La nuit des chauves-souris

Last minute - Geschichten um den Tod

Les dépossédés

LUX

L`âme du tigre

Pour ne pas t`oublier

Punchline

Rio Corgo

Sex Toys Stories

Total verstrickt

Ulrich Seidl und die Bösen Buben

Vollmond

Von Faltbooten und Heringen

Zaunkönig - Tagebuch einer Freundschaft
War das hilfreich?
Schweizer Filme
Heidi en Chine
Heidi en Chine
Switzerland / France, April 2020
1946 vertraute mein chinesischer Grossvater meine Mutter einer Schweizer Familie an. Aber er kam nie, um sie zurückzuholen. Heute geht meine Mutter, 79, zurück nach China, um eine schmerzhafte Vergangenheit mit ihren entfremdeten Verwandten aufzudecken, um das Leben zu verstehen, das sie dort nicht gelebt hat. Sie erfährt von den Auswirkungen des kommunistischen Regimes und knüpft an eine dunkle Vergangenheit an, aus der sie entkommen ist.
von François Yang
KImehr über Heidi en Chine
Quelle: swissfilms.ch