Heike Kamerlingh Onnes: Pionier der Tieftemperaturphysik und Supraleitung

Biografie und wissenschaftliche Leistungen

Heike Kamerlingh Onnes (1853–1926) war ein niederländischer Physiker, der bahnbrechende Arbeit auf dem Gebiet der Kältetechnik und der tiefen Temperaturen leistete. Sein Leben war geprägt von der Suche nach dem absoluten Nullpunkt und der Erforschung des Verhaltens von Materie unter extremen Bedingungen.

  • Entdeckung der Supraleitung: Im Jahr 1911 entdeckte er, dass Quecksilber bei extrem niedrigen Temperaturen seinen elektrischen Widerstand vollständig verliert. Diese Entdeckung der Supraleitung legte den Grundstein für moderne Technologien, wie etwa die Magnetresonanztomographie (MRT).
  • Gasverflüssigung: Er entwickelte Verfahren zur Verflüssigung von Gasen (wie Stickstoff und Sauerstoff), um immer tiefere Temperaturen zu erreichen.
  • Nobelpreis: Für seine Forschungen zur Eigenschaften der Materie bei tiefen Temperaturen erhielt er 1913 den Nobelpreis für Physik.
  • Privates Umfeld: Durch seine wissenschaftliche Bedeutung pflegte er engen Kontakt zu Größen wie Albert Einstein und Paul Ehrenfest. Sein Neffe Harm Kamerlingh Onnes wurde hingegen als bekannter Maler und Künstler tätig.

Bezug zur Schweiz

Die Bedeutung von Kamerlingh Onnes reicht bis heute tief in die Schweizer Wissenschaftslandschaft hinein:

  • Forschungspreise: Der nach ihm benannte Heike Kamerlingh Onnes Prize wird regelmäßig im Rahmen internationaler Konferenzen (M2S) vergeben, an denen Schweizer Forschungseinrichtungen maßgeblich beteiligt sind.
  • Auszeichnungen für Schweizer Physiker: Die Exzellenz der Schweizer Forschung wird durch Preise wie den Kamerlingh Onnes Prize (verliehen 2012 an Prof. Øystein Fischer von der Universität Genf/DQMP für seine Arbeit an supraleitenden Materialien) unterstrichen.
  • Wissenschaftliche Kommunikation: Schweizer Institutionen, wie das Archiv der Scientifica (Zürich), nutzen die Arbeiten von Kamerlingh Onnes regelmäßig als Referenzpunkt, um die Geschichte der Supraleitung und ihre Anwendungsmöglichkeiten (z.B. bei der Scientifica-Ausstellung) einem breiten Publikum zu vermitteln.
  • Fachpublikationen: Schweizer Fachportale für organische Chemie und Materialwissenschaften beziehen sich in ihren Artikeln regelmäßig auf die historische Entdeckung von 1911, um aktuelle Entwicklungen (etwa im Bereich ferromagnetischer Supraleiter) einzuordnen.
  1. Heike Kamerlingh Onnes Prize – Offizielle Informationsseite
  2. Prof. Oystein Fischer (Universität Genf) – Auszeichnung mit dem Kamerlingh Onnes Prize
  3. Scientifica Archiv – Supraleitung und Kamerlingh Onnes

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Personen
Heike Kamerlingh Onnes
Heike Kamerlingh Onnes war ein niederländischer Physiker und Träger des Nobelpreises für Physik 1913 "aus Anlass seiner Untersuchungen über die Eigenschaften von Körpern bei niedrigen Temperaturen, die unter anderem zur Darstellung von flüssigem Helium führten". Er wurde am 21. September 1853 in Groningen in den Niederlanden geboren und starb am 21. Februar 1926 mit 72 Jahren in Leiden. Sein Geburtstag jährt sich 2019 zum 166. Mal.
Heike Kamerlingh Onnes
Quelle: geboren.am