Die Hellrandige Erdeule (Ochropleura plecta)
Die Hellrandige Erdeule ist ein weit verbreiteter Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Sie zeichnet sich durch ihre charakteristische Zeichnung und ihre hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume aus.
Steckbrief und Merkmale
- Wissenschaftlicher Name: Ochropleura plecta
- Flügelspannweite: 28 bis 34 mm
- Namensgebung: Die Bezeichnung „Hellrandige“ (auch Weißrandige oder Violettbraune Erdeule) leitet sich von dem markanten hellen Flügelrand und der charakteristischen violettbraunen Grundfärbung der Vorderflügel ab.
Lebensraum und Vorkommen
Die Art ist in Europa weit verbreitet und kommt vom Flachland bis in mittlere Gebirgslagen (bis ca. 1600 m ü. M.) vor. In der Schweiz und den angrenzenden Regionen (wie dem Schwarzwald-Baar-Kreis oder der Zollernalb) ist der Falter regelmäßig bei nächtlichen Erfassungen (Lichtfang) anzutreffen. Er besiedelt vielfältige Lebensräume, darunter Wälder, Gärten und offene Kulturlandschaften.
Lebensweise und Flugzeit
Die Hellrandige Erdeule ist ein nachtaktiver Falter, der in der Regel in zwei Generationen pro Jahr fliegt:
- Erste Generation: April bis Juni
- Zweite Generation: August bis September
- In klimatisch begünstigten Regionen kann sich die Flugzeit von März bis September erstrecken.
Hinweis zur Abgrenzung
Verwechslungen sind im Bereich der Trivialnamen möglich: Während sich die „Hellrandige Erdeule“ (Ochropleura plecta) auf den Nachtfalter bezieht, wird der Begriff „Hellrandiger Bläuling“ (oder Wundklee-Bläuling, Polyommatus doryalis) für eine völlig andere, tagaktive Schmetterlingsart verwendet, deren Raupen auf den Wundklee angewiesen sind.
- Naturspektrum: Arteninfo Hellrandige Erdeule
- Natur im Siedlungsraum: Nachtfalter-Exkursion und Artenliste
- Baarverein: Beobachtungen im Schwarzwald-Baar-Kreis
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