Hexenkinder: Eine filmische Aufarbeitung Schweizer Geschichte

Der Dokumentarfilm «Hexenkinder» des Schweizer Regisseurs Edwin Beeler (Calypso Film AG) beleuchtet ein dunkles Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte. Er setzt das Leid von «zwangsversorgten» Heimkindern im 20. Jahrhundert in einen historischen Kontext zur Hexenverfolgung der frühen Neuzeit.

Inhalt und Thematik

Der Film erzählt anhand von Einzelschicksalen, wie Kinder im Namen von Religion und Moral aus ihren Familien gerissen, in Heimen untergebracht und dort physisch wie psychisch misshandelt wurden. Der Film zieht eine Parallele zu Kindern, die in früheren Jahrhunderten der «Unholderei» bezichtigt, gefoltert und hingerichtet wurden. Er würdigt die Widerstandskraft der Betroffenen, die trotz der Traumata ihren Lebenswillen nicht verloren haben.

Bildungsprojekt der PH Luzern

Zur pädagogischen Aufarbeitung des Films hat die Pädagogische Hochschule Luzern (PH Luzern) unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Fuchs und Prof. Dr. Markus Furrer umfassende Unterrichtsmaterialien entwickelt. Das Projekt wurde von der Albert Koechlin Stiftung unterstützt und richtet sich an drei Zielgruppen:

  • Sekundarstufe I
  • Sekundarstufe II
  • Tertiäre Bildung

Die Materialien bieten Lehrpersonen und Studierenden didaktisch aufbereitete Informationen, um die Themenkomplexe «Heimkinder» und «Hexenverfolgung» sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen Erinnerungskulturen im Unterricht zu behandeln.

Eckdaten zum Film

  • Regie: Edwin Beeler
  • Produktion: Calypso Film AG, Luzern
  • Kinostart: September 2020
  • Altersfreigabe: Ab 14 Jahren
  • Laufzeit: 96 Minuten

  1. Offizielle Film-Website (Calypso Film) – Hier finden sich Trailer, Hintergrundinformationen und Bezugsmöglichkeiten für den Film.
  2. Unterrichtsmaterialien zur filmischen Aufarbeitung – Offizielle Plattform der PH Luzern mit didaktischen Unterlagen für verschiedene Schulstufen.
  3. Detaillierte Informationen der PH Luzern – News-Beitrag zur Entwicklung und Zielsetzung des Bildungsprojekts.

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Hexenkinder
Hexenkinder
Switzerland, September 2020
Der Film erzählt die Geschichte von «zwangsversorgten» Heimkindern, die im Namen der Religion gequält wurden, sich trotzdem nicht brechen liessen und dank ihrer Widerstandskraft und Phantasie überlebt haben. Gleichzeitig erinnert der Film an das ähnliche Schicksal von Kindern, die vor nicht allzu langer Zeit im Namen Gottes der Unholderei bezichtigt, gefoltert und zu ihrem angeblichen Seelenheil oft auch hingerichtet wurden.
von Edwin Beeler
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Quelle: swissfilms.ch