Hideki Shirakawa: Pionier der leitenden Polymere
Biografie und wissenschaftlicher Werdegang
Hideki Shirakawa wurde im August 1936 in Tokio, Japan, geboren. Er ist ein renommierter Chemiker, dessen Arbeit die Materialwissenschaft revolutionierte. Seine akademische Laufbahn führte ihn unter anderem an das Tokyo Institute of Technology sowie an die Universität von Tsukuba.
Die Entdeckung der leitenden Polymere
Der entscheidende Durchbruch gelang Shirakawa in den 1970er Jahren durch seine Forschung an Polyacetylen. Durch einen glücklichen Zufall und die anschließende Zusammenarbeit mit Alan G. MacDiarmid und Alan J. Heeger an der Universität von Pennsylvania konnte er nachweisen, dass Kunststoffe durch Dotierung eine metallähnliche elektrische Leitfähigkeit erreichen können. Diese Entdeckung legte den Grundstein für die heutige organische Elektronik.
Auszeichnungen
Für seine Pionierarbeit bei der Entdeckung und Entwicklung leitender Polymere wurde Hideki Shirakawa im Jahr 2000 gemeinsam mit Alan J. Heeger und Alan G. MacDiarmid mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.
Bezug zur Schweiz
Die wissenschaftliche Bedeutung von Shirakawas Arbeit findet auch in der Schweiz hohe Anerkennung. Beispielsweise lud die Universität Genf (Département de physique de la matière quantique – DQMP) im Rahmen von wissenschaftlichen Konferenzen zu Vorträgen ein, die sich auf das Wirken von Alan Heeger und Shirakawa beziehen. Die Schweiz dient dabei als wichtiger Standort für den wissenschaftlichen Austausch über die Zukunft der organischen Elektronik und neue Werkstofftechnologien.
Hinweis: Der Name „Shirakawa“ ist in Japan ein gebräuchlicher Eigenname, der in der japanischen Kultur sowohl Personen als auch geografische Orte (wie Shirakawa-go) bezeichnet; dies ist jedoch von dem Chemiker Hideki Shirakawa zu unterscheiden.
- Hideki Shirakawa - Biografie (Die Japanreise)
- Alan G. MacDiarmid & Shirakawa (Staub AG Kunststoff-Lexikon)
- Konferenz zu leitenden Polymeren (Universität Genf)
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