Hijos del Viento: Ein Dokumentarfilm über Widerstand und Gerechtigkeit
Der Dokumentarfilm „Hijos del viento“ (Kinder des Windes) des kolumbianisch-schweizerischen Regisseurs Felipe Monroy ist ein eindringliches Werk, das die dunklen Kapitel des kolumbianischen Bürgerkriegs beleuchtet. Der Film fungiert als dritter Teil einer Trilogie über die Opfer des langjährigen Konflikts.
Kerninhalt des Films
Der Film thematisiert die sogenannten „falsos positivos“ (falsche Positive). Dabei handelt es sich um ein grausames Verbrechen der kolumbianischen Armee: Zwischen 2002 und 2010 wurden tausende unschuldige Zivilisten aus armen Verhältnissen entführt, gefoltert und ermordet. Um Erfolge im Kampf gegen die Guerilla vorzutäuschen, wurden die Opfer als „im Kampf gefallene Kämpfer“ inszeniert.
Zentrale Protagonisten
Die Erzählung konzentriert sich auf zwei Seiten des Konflikts, die gemeinsam nach Wahrheit suchen:
- Die Mütter: Mitglieder der Vereinigung Madres de Falsos Positivos de Colombia (Mafapo), die unermüdlich Gerechtigkeit für ihre ermordeten Kinder einfordern.
- Der Soldat: Ein Unteroffizier, der unter Einsatz seines Lebens zum Whistleblower wurde und die systematischen Übergriffe anprangerte.
Bezug zur Schweiz
Der Regisseur Felipe Monroy hat einen engen Bezug zur Schweiz, was sich auch in der Rezeption des Films widerspiegelt:
- Visions du Réel: Der Film wurde auf dem bedeutenden Schweizer Dokumentarfilmfestival Visions du Réel (2022) in der nationalen Wettbewerbskategorie präsentiert.
- Produktion: Monroy wird explizit als kolumbianisch-schweizerischer Filmemacher geführt.
- Präsenz: Der Film wurde an verschiedenen Schweizer Orten (z.B. Cinema Bellevaux) unter Anwesenheit des Regisseurs aufgeführt, um den Dialog über die Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien zu fördern.
Empfohlene Quellen
- Let's Doc! - Hijos del viento
- Passion Cinéma - Hijos del viento
- Cinema Bellevaux - Archiv (Französisch)
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