Hippie Masala: Eine filmische Reise zu den Aussteigern in Indien

Der Dokumentarfilm „Hippie Masala – Für immer in Indien“ aus dem Jahr 2006 ist eine Schweizer Produktion, die das Leben jener Menschen beleuchtet, die in den 1960er und 70er Jahren ihre westliche Heimat verließen, um in Indien ein neues Leben zu beginnen.

Hintergrund und Inhalt

Der Film, realisiert von dem Schweizer Regisseur Ulrich Grossenbacher und der Ethnologin Damaris Lüthi, widmet sich den Schicksalen von "gealterten Blumenkindern". Über 93 Minuten hinweg porträtiert das Werk Menschen, die vor der westlichen Zivilisation geflohen sind und in Indien – teils in abgelegenen Höhlen, teils in spirituellen Gemeinschaften – ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben.

  • Der Titel: „Masala“ bezieht sich im übertragenen Sinne auf die bunte, vielschichtige Mischung dieser unterschiedlichen Lebensentwürfe, die der Film vorstellt.
  • Thematik: Neben der Faszination für das Leben abseits gesellschaftlicher Konventionen stellt der Film auch kritische Fragen: Wie erleben diese „ewig jungen“ Idealisten ihr Altern in einer fremden Kultur? Wie wirken sie auf Einheimische und neue Generationen von Reisenden?
  • Produktion: Der Film wurde in der Schweiz produziert und feierte 2006 Erfolge auf verschiedenen internationalen Filmfestivals, darunter das Festival del film Locarno und das DocFest München.

Kulturelle Einordnung

Die Hippie-Bewegung und der berühmte „Hippie Trail“ nach Indien oder Nepal prägten eine ganze Generation. Während heute oft nur noch die modischen Aspekte (wie Flower-Power-Kostüme oder Retro-Mode) in den Fokus rücken, bietet Hippie Masala einen authentischen, ethnographischen Blick auf die tatsächlichen Lebensrealitäten jener Menschen, die in der indischen Kultur sesshaft geblieben sind.


  1. Hippie Masala – Offizielle Filmseite (FAIR & UGLY)
  2. Hippie Masala bei FLIZ – Filminformationen
  3. RecTv – Produktionsdetails zum Film

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Hippie Masala
Hippie Masala
Switzerland, January 2006
Alt-Hippies in ihrem Lieblingsbiotop Indien. Ende der 1960er Jahre zogen tausende Blumenkinder auf der Suche nach Erleuchtung gen Asien. Es waren so viele, dass indische Bauern hinter der Wanderbewegung eine grosse Dürre im Westen vermuteten. Die meisten der Aussteiger kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Doch einige blieben. Wie der Italiener Cesare, der gemeinsam mit anderen Asketen in einer abgelegenen Höhle wohnt und als Yogi nach geistiger Befreiung strebt. Oder Hanspeter aus dem Emmental, der sich als Bergbauer in Nordindien seine eigene Schweiz zimmert. Für die Einheimischen wird der Mann mit der ewig glühenden Haschpfeife aber wohl immer ein Fremder bleiben. Ein Trip zu den Wurzeln der Gelassenheit.
von Ulrich Grossenbacher, Damaris Lüthi
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Quelle: swissfilms.ch