Holmium (Ho): Ein faszinierendes Seltenerdmetall

Holmium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Ho und der Ordnungszahl 67. Es gehört zur Gruppe der Lanthanoide und wird zu den Seltenen Erden gezählt. Obwohl es nicht extrem selten ist, kommt es in der Natur nie in reiner Form vor, sondern stets vergesellschaftet mit anderen Lanthanoiden in Mineralien wie Monazit, Bastnäsit oder Xenotim.

Geschichte und Entdeckung

Der Name des Elements leitet sich von Holmia, der lateinischen Bezeichnung für Stockholm, ab. Die Entdeckung geht auf das Jahr 1878 zurück, als Marc Delafontaine und Jacques-Louis Soret ein neues Element in der Erbium-Erde vermuteten. Die tatsächliche Isolierung gelang dem schwedischen Chemiker Per Teodor Cleve im Jahr 1879, indem er es aus unreinem Erbiumoxid extrahierte.

Physikalische und chemische Eigenschaften

  • Magnetismus: Holmium besitzt unter allen natürlich vorkommenden Elementen die höchste magnetische Permeabilität und Sättigung. Diese Eigenschaft macht es zu einem Schlüsselmaterial für die Erzeugung extrem starker künstlicher Magnetfelder.
  • Reaktivität: Es ist ein silbrig-weißes, relativ weiches Metall, das an feuchter Luft korrodiert und beim Erhitzen an der Luft verbrennt.
  • Optik: Verbindungen wie Holmiumoxid weisen scharfe Absorptionsbanden auf, weshalb sie häufig als Standardreferenzmaterial für die Kalibrierung von optischen Photometern verwendet werden.

Verwendung und Bedeutung (auch für den deutschen Markt)

Holmium findet in hochspezialisierten technologischen Bereichen Anwendung, die auch für die deutsche Industrie und Forschung von Bedeutung sind:

  • Medizintechnik: In Deutschland und international werden mit Holmium dotierte Festkörperlaser (z. B. Holmium-YAG-Laser) in der Chirurgie eingesetzt. Sie kommen bei Zahnoperationen, in der Urologie (z. B. Zertrümmerung von Nierensteinen) und in der Krebstherapie zum Einsatz.
  • Optische Messtechnik: Aufgrund seiner spezifischen spektralen Eigenschaften dient es zur präzisen Kalibrierung von Messgeräten.
  • Magnettechnik: Einsatz als Polschuhe für Permanentmagnete, um höchste magnetische Flussdichten zu erreichen.
  • Kerntechnik: Aufgrund der Fähigkeit, Neutronen zu absorbieren, findet es Verwendung als Abschirmmaterial.
  • Handel: Hochreines Holmium-Pulver und andere Verbindungen werden von spezialisierten Unternehmen in Deutschland und Europa vertrieben, die sich auf strategische Metalle und Seltene Erden konzentrieren.

Fazit

Holmium ist ein essenzielles Element für moderne High-Tech-Anwendungen. Während der Abbau primär international in Regionen mit entsprechenden Mineralvorkommen stattfindet, ist die deutsche Industrie vor allem in der Veredelung, der Herstellung von Speziallasern und der hochpräzisen Messtechnik ein bedeutender Akteur.


Die 3 besten Informationsquellen zu Holmium

  1. Chemie-Azubis: Holmium – Verwendung & Co.
  2. Periodensystem-Online: Steckbrief und Eigenschaften
  3. Institut für Seltene Erden: Informationen zu Holmium und anderen Metallen
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Chem. Elemente
Holmium (Ho / 67)
Molmasse 164.9 g mol-1
Elektronegativität / Pauling 1.2
Dichte bei 20° 8.8 g cm-3
Schmelzpunkt 1474 °C
Siedepunkt 2695 °C
Atomradius (Van der Waals) 0.176nm
Ionenradius k.A.
Isotope k.A.
Standardpotential -2.32 V
Holmium ist eine der seltenen Chemikalien, die kaum in der Natur vorkommen, sondern vielmehr in Haushaltsgeräten gefunden werden, wie in Farbfernsehern, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und im Glas. Alle diese seltenen Chemikalien haben ähnliche Eigenschaften. Holmium liegt gewöhnlich in Form von zwei Erzen vor. Es wird immer häufiger verwendet, da es in der Herstellung von Katalysatoren und in der Politur von Glas eingesetzt wird.
→ mehr Elemente (Periodensystem)