Holy Motors: Ein cineastisches Rätsel von Leos Carax
Der Film „Holy Motors“ (2012) des französischen Regisseurs Leos Carax gilt als eines der exzentrischsten Werke des modernen Kinos. Entgegen dem Anschein handelt es sich nicht um eine Band, sondern um einen visionären Spielfilm, der in der Arthouse-Szene – auch in der Schweiz – intensiv rezipiert wurde.
Zusammenfassung und Bedeutung
„Holy Motors“ ist eine Hommage an die Filmgeschichte und gleichzeitig eine Abrechnung mit der Virtualisierung des Kinos. Der Protagonist Oscar, brillant gespielt von Denis Lavant, schlüpft in verschiedene Rollen und „Termine“, die ihn durch einen surrealen Tag in Paris führen. Der Regisseur Leos Carax entwickelte das Projekt aus der Frustration heraus, mehrere andere Filmvorhaben nicht realisieren zu können.
Bezug zur Schweiz und Rezeption
In der Schweizer Kinolandschaft wurde „Holy Motors“ als „Film-Welt“ und poetisches Meisterwerk wahrgenommen.
- Passion Cinéma: Die Schweizer Plattform hob den Film als „chef-d'oeuvre maudit“ (verfluchtes Meisterwerk) hervor, das trotz der anfänglichen Ignoranz der Cannes-Jury von der Kritik gefeiert wurde.
- Ciné-Feuilles: Analysierte den Film als eine Art Science-Fiction, in der das menschliche Spiel durch die zunehmende Virtualisierung bedroht ist.
- Cinema Bellevaux: Hier wurde der Film als ein Werk beschrieben, das „eine eigene Route zieht“ und sich konventionellen Erzählstrukturen entzieht.
Die „Band“-Verwechslung
In einer ikonischen Zwischensequenz des Films spielt der Hauptdarsteller in einer Kirche ein Akkordeon-Stück zusammen mit einer Gruppe von Musikern. Diese Szene wird oft fälschlicherweise mit einer festen Band assoziiert, doch dient sie primär der surrealen Atmosphäre des Films. Interessanterweise hat Leos Carax später bei seinem Film Annette enger mit Musikern zusammengearbeitet, was in Schweizer Filmportalen wie Maximum Cinema thematisiert wurde.
(Hinweis: Der Begriff „Holy“ wird im filmischen Kontext oft auch als „Holy Trinity“ bezeichnet, was sich jedoch in technischen Berichten (z. B. auf BerichtsMagazin.ch) auf die hochwertige Objektiv-Ausstattung von Kameras bezieht und nichts mit dem Film von Carax zu tun hat.)
Die besten 3 Links zum Thema
- Passion Cinéma - Filmkritik und Hintergrund
- Ciné-Feuilles - Analyse der filmischen Singularität
- Mindfuck-Film.de - Tiefgehende Analyse der Handlung
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