Film-Porträt: "Hotel Jugoslavija" von Nicolas Wagnières
Der Dokumentarfilm "Hotel Jugoslavija" (2017) des in der Schweiz lebenden Regisseurs Nicolas Wagnières ist eine tiefgründige filmische Auseinandersetzung mit der Geschichte eines der berühmtesten Gebäude Belgrads.
Inhalt und Thematik
Der 78-minütige Dokumentarfilm beleuchtet das Hotel Jugoslavija, das 1969 als Ikone des Modernismus eröffnet wurde. Anhand der wechselvollen Geschichte des Gebäudes zeichnet Wagnières, der selbst jugoslawische Wurzeln hat, die massiven politischen und gesellschaftlichen Transformationen der letzten 40 Jahre nach. Der Bogen spannt sich dabei vom Sozialismus über das Aufkommen des Nationalismus und die NATO-Bombardierungen bis hin zum modernen, oft korrupten Liberalismus in der heutigen Serbien.
Verbindung zur Schweiz
Nicolas Wagnières ist ein Lausanner Filmemacher, der den Film in einer schweizerisch-serbischen Koproduktion realisierte. Das Werk fand in der Schweizer Kinolandschaft breite Beachtung. So wurde der Film beispielsweise im Cinéma Royal in Lausanne sowie im Cinélux in Genf gezeigt, teils begleitet von moderierten Diskussionen mit dem Regisseur selbst. Auch in der Deutschschweiz, etwa in der Coalmine in Winterthur, wurde das Werk im Rahmen von Zusatzvorstellungen präsentiert. Der Film versteht sich dabei auch als eine Suche nach der eigenen Identität des Regisseurs zwischen seinen Schweizer Wurzeln und seinem jugoslawischen Erbe.
Zusammenfassung der Eckdaten
- Regie: Nicolas Wagnières
- Produktionsland: Schweiz
- Erscheinungsjahr: 2017/2018
- Genre: Dokumentarfilm
- Länge: 78 Minuten
Die besten 3 Links zum Thema
- Cinéforom: Hotel Jugoslavija (Detailseite zum Film)
- Cinéma Royal: Synopsis und Programminformationen
- Coalmine: Zusatzvorstellung & Hintergrundbericht
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