Hubertus von Lüttich: Leben, Legende und Bedeutung

Biografie

  • Lebensdaten: ca. 655 bis 727 n. Chr.
  • Herkunft: Er wirkte als Pfalzgraf am Hof von Theoderich III.
  • Werdegang: Nach dem schmerzlichen Verlust seiner Frau fand Hubertus Trost in der Jagd. Eine visionäre Begegnung änderte sein Leben grundlegend: Er wandte sich Gott zu, wurde Schüler des heiligen Lambert von Maastricht, empfing die Priesterweihe und wurde schließlich Bischof von Tongern-Maastricht. Im Jahr 716 verlegte er seinen Bischofssitz nach Lüttich.
  • Lebensende: Er starb im hohen Alter in Tervueren, nachdem er zuvor eine Kirche in Heverle bei Löwen geweiht hatte.

Die Hubertuslegende

Der Legende nach war der junge Hubertus ein leidenschaftlicher und teils rücksichtsloser Jäger. Während einer Jagd erschien ihm ein mächtiger Hirsch mit einem leuchtenden Kruzifix zwischen dem Geweih. Diese Vision bewog ihn dazu, sein Leben fortan Gott zu widmen und die Jagd nicht mehr als Selbstzweck, sondern als bewusste Auseinandersetzung mit der Schöpfung zu sehen.

Bedeutung in der Schweiz

Der heilige Hubertus ist im schweizerischen Brauchtum fest verwurzelt und spielt für die Jägerschaft eine zentrale Rolle:

  • Hubertusmessen: In vielen Schweizer Kantonen finden jährlich rund um den 3. November (Hubertustag) feierliche Hubertusgottesdienste statt, oft begleitet von Jagdhornbläsergruppen (z. B. in Zürich oder durch den Aargauischen Jagdschutzverein).
  • Ethisches Vorbild: Die Legende dient Jägerinnen und Jägern als ethischer Kompass. Sie ist ein Aufruf zur Mässigung, zur weidgerechten Jagd und zur Achtung vor dem Geschöpf („Den Schöpfer im Geschöpf ehren“).
  • Kulturelle Prägung: Er gilt als Schutzpatron der Jäger und Förster. Auch in der modernen Kulturlandschaft der Schweiz wird sein Erbe genutzt, um das Gleichgewicht zwischen Wildtieren, Landwirtschaft und Erholungssuchenden zu betonen.
  1. Hubertusmesse in Zürich (JagdZürich)
  2. Die Hubertuslegende (Aargauischer Jagdschutzverein)
  3. Hubertusfeier mit den Jagdhornbläsern Ergolz (Ref. Kirche Rheinfelden)

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Personen
Hubertus von Lüttich
Hubertus von Lüttich war ein fränkischer Bischof von Maastricht und Lüttich (705–727), der nach seiner legendenhaften Bekehrung durch einen Hirsch mit leuchtendem Kruzifix zwischen dem Geweih ("Hubertus-Legende") als Heiliger und Schutzpatron u. a. der Jäger und Schützen verehrt wird. Er wurde nach dem damals verwendeten julianischen Kalender um 655 in Toulouse im Frankenreich (heute Frankreich ) geboren und verstarb mit 72 Jahren am 30. Mai 727 in Tervuren bei Brüssel im Frankenreich (heute Belgien). 2019 jährt sich sein Geburtstag zum 1364. Mal.
Hubertus von Lüttich
Quelle: geboren.am