Der Hufeisengelbling (Colias alfacariensis): Ein Porträt

Der Hufeisengelbling ist ein faszinierender Tagfalter aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Er ist eng mit dem bekannteren Goldene Acht (Colias hyale) verwandt, unterscheidet sich jedoch in Lebensraumansprüchen und ökologischer Spezialisierung.

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Colias alfacariensis
  • Familie: Weißlinge (Pieridae)
  • Flügelspannweite: ca. 40–50 mm
  • Grundfarbe: Zitronengelb bis hellorange
  • Lebensraum: Trockene, kalkhaltige Magerrasen, felsige Hänge und extensiv genutzte Wiesen.

Merkmale und Unterscheidung

Die Bestimmung des Hufeisengelblings ist eine Herausforderung, da er optisch fast identisch mit dem „Goldene Acht“ ist. Ein verlässliches Unterscheidungsmerkmal im Falterstadium ist die Flügelunterseite:

  • Die Hinterflügelunterseite weist beim Hufeisengelbling oft einen grünlicheren Ton auf.
  • Die Zeichnung ist meist kräftiger ausgeprägt.
  • Sicherstes Merkmal: Die Raupe. Die Raupe des Hufeisengelblings frisst ausschließlich an der Bunt-Kronwicke (Securigera varia), während der „Goldene Acht“ auf echte Kleearten (Trifolium) angewiesen ist.

Vorkommen in der Schweiz

In der Schweiz gilt der Hufeisengelbling als gefährdet (Status „VU“ – Vulnerable). Sein Vorkommen ist eng an das Vorhandensein seiner spezifischen Futterpflanze, der Bunt-Kronwicke, gebunden.

  • Verbreitung: Er ist vorwiegend in den warmen Lagen der Alpentäler, im Wallis, im Jura und lokal im Mittelland anzutreffen.
  • Gefährdung: Hauptursachen sind die zunehmende Verbuschung von Trockenwiesen, der Einsatz von Düngemitteln (was die Bunt-Kronwicke verdrängt) und eine zu intensive landwirtschaftliche Nutzung.
  • Schutz: Die Erhaltung von nährstoffarmen, sonnigen Standorten ist für das Überleben der Art in der Schweiz entscheidend.

Lebensweise

  • Generationen: In der Schweiz bildet er meist zwei bis drei Generationen pro Jahr aus (Flugzeit von Mai bis September).
  • Überwinterung: Die Art überwintert als Raupe.
  • Verhalten: Die Männchen sind sehr flugfreudig und patrouillieren auf der Suche nach Weibchen über die Wiesen.

Top 3 Informationsquellen

  1. Lepiforum – Bestimmungshilfe für Colias alfacariensis
  2. InfoSpecies Schweiz – Porträt und Gefährdungsstatus
  3. Schmetterling-Wissen – Detaillierte ökologische Profile

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Gehört in die Familie der Weisslinge (Pieridae Merkmale: C. alfacariensis ist sehr schwer von C. Hale (Goldene Acht) zu unterscheiden. Auch ist scheinbar die Genitalstruktur identisch.
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Quelle: insects.ch