Hugh Masekela: „Papa Afrika“ und Weltmusik-Ikone
Hugh Ramopolo Masekela (1939–2018) war ein weltweit gefeierter südafrikanischer Trompeter, Flügelhornist und Sänger. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter afrikanischer Musik, der Jazz, Afrobeat, Funk und südafrikanische Township-Klänge meisterhaft miteinander verband.
Biografische Eckpunkte
- Frühe Jahre: Geboren in Südafrika, zeigte er schon früh musikalisches Talent am Klavier und mit der Stimme.
- Exil: Nach dem Sharpeville-Massaker 1960 verließ er Südafrika. Jahrzehntelang lebte er „aus dem Koffer“ und reiste weltweit, um seine Musik international zu verbreiten, bevor er in den 1990er Jahren in seine Heimat zurückkehrte.
- Bedeutung: Während Miriam Makeba als „Mama Afrika“ verehrt wurde, trug Masekela den Titel „Papa Afrika“. Sein Werk ist geprägt von politischem Bewusstsein und künstlerischer Innovation.
- Spätwerk: In seinen späteren Jahren konzentrierte er sich verstärkt auf ruhigere Balladen. Sein letztes Projekt, das Album Rejoice mit dem Schlagzeuger Tony Allen, wird als „kleines Meisterwerk“ der Musikgeschichte gewürdigt.
Verbindung zur Schweiz
Hugh Masekela war international vernetzt und pflegte auch musikalische Beziehungen in die Schweiz:
- World Economic Forum (WEF): Während des WEF in Davos trat Masekela bei speziellen Anlässen auf, wie etwa bei einer Jamsession mit Musikgrößen wie Gilberto Gil.
- Musikszene: Schweizer Künstler, wie etwa der Musiker Alex Wilson, arbeiteten im Laufe ihrer Karriere mit Masekela zusammen.
- Rezeption: Sein Einfluss und sein Gedenken werden auch in der Schweizer Musiklandschaft gewürdigt, etwa durch Konzertrückblicke oder in Formaten, die sein musikalisches Erbe thematisieren.
Bekannteste Werke
Sein wohl berühmtester Titel, „Grazing in the Grass“, wurde 2018 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen. Weitere wichtige Meilensteine sind das Jazz-Album Verse 1 (mit den Jazz Epistles) sowie die Kooperation Rejoice.
Die besten 3 Weblinks zum Thema
- Acid Jazz Radio - Musikerporträt Hugh Masekela
- Soul Train Online - Rezension zum Album „Rejoice“
- Jenk.ch - In memoriam Hugh Masekela
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