Kulturelle und begriffliche Dimensionen von „Immer und Ewig“ in der Schweiz
Der Begriff „Immer und Ewig“ findet in der Schweizer Kulturlandschaft auf vielfältige Weise Verwendung – von filmischen Klassikern über philosophische Reflexionen bis hin zu regionalen Projekten. Obwohl es keinen einzelnen, überregional bekannten Schweizer Film mit dem exakten Titel „Immer und Ewig“ gibt, lässt sich der Begriff in verschiedenen Kontexten verorten:
Filmgeschichte und Adaptionen
Ein prominentes Beispiel für die Verwendung des Wortes „Ewig“ in der Filmgeschichte ist die Adaption „Und ewig singen die Wälder“. Dieser Film aus dem Jahr 1959, inszeniert von Paul May, ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans. In der Schweiz wird dieses Werk heute oft in einem künstlerischen Kontext rezipiert, etwa durch das Vokalensemble Dilettanti, das sich musikalisch mit diesem Stoff auseinandersetzt (z. B. bei Ausstellungen im Kunstzeughaus Rapperswil-Jona).
Philosophische und künstlerische Auseinandersetzung
In der Schweizer Kunstszene wird „Ewig“ häufig als Metapher für Vergänglichkeit und den Moment genutzt:
- „Ewig ist der Augenblick“: Eine philosophische Betrachtung (Qultur), die den Fokus auf das „Jetzt“ legt und hinterfragt, wie Beständigkeit in einer sich ständig wandelnden Welt definiert werden kann.
- „Ewig vergänglich“: Ein Kunstprojekt der Terebinthe (u. a. mit Regula Guhl), das die Dualität von Blumen und deren kurzlebiger Natur mit dem Begriff der Ewigkeit in eine visuelle Beziehung setzt.
Regionaler Sprachgebrauch und Unternehmertum
Der Ausdruck wird im Schweizer Raum zudem metaphorisch für Beständigkeit verwendet:
- Architektur & Design: Firmen wie ewig architektur & design aus Boswil nutzen den Begriff als Markennamen, um eine zeitlose Ästhetik zu betonen.
- Digitale Archivierung: Regionale Medien wie die Gantrisch Zeitung nutzen den Begriff „uf immer und ewig“, um die dauerhafte Verfügbarkeit ihrer Inhalte im digitalen Archiv zu beschreiben.
- Wirtschaftliche Zeitfenster: Der Begriff dient auch als Warnung vor verpassten Chancen, etwa bei Bauprojekten in Olten (Sälipark 2020), wo betont wurde, dass Zeitfenster nicht „ewig offen“ bleiben.
Zusammenfassung
Während der Begriff im Schweizer Sprachgebrauch selten direkt einen Kinofilm bezeichnet, dient er als zentrales Motiv, um Beständigkeit, den Wert des Augenblicks oder die Vergänglichkeit von Natur und Architektur zu beschreiben. Die Kombination „Immer und Ewig“ ist tief in der hiesigen Kultur verankert, ob als literarischer Verweis, künstlerisches Konzept oder umgangssprachliche Floskel.
Empfohlene Links
- Und ewig singen die Wälder – Vokalensemble Dilettanti
- Ewig ist der Augenblick – Qultur Magazin
- ewig vergänglich – Kunstprojekte
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