Iraqi Odyssey: Eine filmische Spurensuche zwischen Heimat und Exil

Der Dokumentarfilm Iraqi Odyssey (2014) des schweizerisch-irakischen Regisseurs Samir ist eine epische Familienchronik, die das Schicksal einer irakischen Mittelschichtfamilie über mehrere Generationen hinweg nachzeichnet. Der 162-minütige Film verbindet persönliche Erinnerungen mit der turbulenten Geschichte des Irak.

Kernaspekte des Films

  • Die Handlung: Der Film porträtiert Samirs eigene Familie, deren Mitglieder in den 1950er Jahren begannen, aus einem damals aufstrebenden und liberalen Irak in alle Welt zu emigrieren. Heute lebt die Familie in der Diaspora – von der Schweiz über Russland bis in die USA.
  • Themen: Im Zentrum stehen Identität, der Verlust von Heimat, das Leben im Exil sowie die Suche nach Zugehörigkeit. Samir gelingt es, die tragische Geschichte eines gebeutelten Landes durch die Linse einer persönlichen Familiengeschichte greifbar zu machen.
  • Produktion & Schweiz-Bezug: Der Film ist eine Koproduktion unter Schweizer Beteiligung (Dschoint Ventschr Filmproduktion AG) und wurde maßgeblich durch die SRG SSR sowie das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt.
  • Internationale Anerkennung: Iraqi Odyssey wurde 2016 als offizieller Schweizer Beitrag für die Kategorie „Bester fremdsprachiger Kinofilm“ bei den Oscars eingereicht und fand auf zahlreichen Festivals (u.a. Locarno, Human Rights Film Festival Zurich) große Beachtung.
  • Stil: Durch den Einsatz von 3D-Technik und Archivmaterial schafft Samir eine dichte, vielschichtige Erzählweise, die laut Kritikern trotz der langen Laufzeit von über zweieinhalb Stunden nie an Intensität verliert.
  1. Iraqi Odyssey – Offizielle Informationen des Filmverleihs Look Now!
  2. Oscar-Nominierung: Iraqi Odyssey vertritt die Schweiz (SRG SSR)
  3. Samir im Interview zu Iraqi Odyssey (arttv.ch)

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Iraqi Odyssey
Iraqi Odyssey
Switzerland / Germany / United Arab Emirates / Iraq, September 2014
Bomben, Krieg, wütende bärtige Männer, verschleierte schluchzende Frauen, kaputte Städte: der Irak von heute in den westlichen Medien. In Kontrast dazu stehen Bilder aus den 50er- und 70er-Jahren: Filme mit frivoler Musik, unverhüllte Frauen, die studieren; elegant gekleidete Männer in Bagdad, einer modernen Stadt. Wie konnte es soweit kommen? Regisseur Samir erzählt die Geschichte seiner globalisierten irakischen Mittelstandsfamilie, verstreut zwischen Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo NY.
von Samir
KImehr über Iraqi Odyssey
Quelle: swissfilms.ch