Irving Penn: Ein Jahrhundertkünstler zwischen Perfektion und Beobachtung

Irving Penn (1917–2009) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist durch eine unverwechselbare Ästhetik, technisches Können und eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit seinen Sujets geprägt. Ursprünglich ausgebildet in Kunst und Malerei, integrierte Penn diese Einflüsse in seine fotografische Arbeit, was zu Bildern von atemberaubender Perfektion führte.

Kernaspekte seines Schaffens

  • Methodik: Penn arbeitete vorzugsweise in von ihm kontrollierten Umgebungen. Vor jeder Porträtsitzung recherchierte er detailliert über die jeweilige Person. Sein Ziel war ein gegenseitiges Einverständnis, bei dem das Gegenüber etwas von seinem Wesen preisgab.
  • Stilistische Vielseitigkeit: Während er in den 1950er und 60er Jahren durch seine Porträts skulpturaler Schönheiten die Modefotografie (insbesondere für Vogue) revolutionierte, dokumentierte er gleichzeitig das „Gewöhnliche“. Ein prominentes Beispiel ist seine Serie Small Trades, in der er Arbeiter in ihren typischen Berufsoutfits porträtierte.
  • Interdisziplinäre Kooperation: Penn zeichnete sich durch seine Offenheit für die Zusammenarbeit mit anderen Kreativen aus, wie etwa seine berühmte Kooperation mit dem Modedesigner Issey Miyake und dem Grafiker Ikko Tanaka, bei der Mode, Fotografie und Grafikdesign verschmolzen.

Bezug zur Schweiz

Die Schweiz hat mehrfach die herausragende Bedeutung von Irving Penn gewürdigt:

  • Lausanne: Das Musée de l’Elysée in Lausanne präsentierte Penn als scharfsinnigen Beobachter sozialer Schichten. Seine Serie Small Trades wurde dort ausgestellt und verdeutlichte seinen Blick auf die proletarischen Berufe der Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Zürich: Das Museum für Gestaltung Zürich widmete ihm eine Ausstellung, die den Fokus auf die Symbiose zwischen Miyakes Mode und Penns fotografischer Inszenierung legte (I³-Ausstellung).
  • Publizistik: Schweizer Fachpublikationen wie Journal21 würdigen Penn regelmäßig als Jahrhundertkünstler und betonen den starken Einfluss seiner malerischen Ausbildung auf sein fotografisches Oeuvre.
  1. Der Kosmos des Irving Penn (Journal21) – Eine tiefgehende Analyse seiner künstlerischen Herkunft und Arbeitsweise.
  2. Irving Penn as keen social observer at Lausanne Elysée (art-folio.ch) – Fokus auf seine Beobachtungsgabe und die Small Trades-Serie.
  3. I³ - Issey Miyake, Irving Penn, Ikko Tanaka (Museum für Gestaltung Zürich) – Einblicke in die faszinierende Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Mode und Fotografie.

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Personen
Irving Penn
Irving Penn war ein US-amerikanischer Fotograf, der mit seinen über 150 Titelbildern für die Zeitschrift "Vogue" bekannt wurde und die Modefotografie prägte, berühmte Portraits grosser Persönlichkeiten schuf und mit seinem Werk als Revolutionär der Fotokunst gilt. Er wurde am 16. Juni 1917 in Plainfield, New Jersey in den Vereinigten Staaten geboren und starb mit 92 Jahren am 7. Oktober 2009 in New York City. Sein Geburtstag jährt sich 2019 zum 102. Mal.
Irving Penn
Quelle: geboren.am