Isa Hesse-Rabinovitch: Eine Schweizer Filmpionierin zwischen Experiment und Dokument

Isa Hesse-Rabinovitch (1917–2003) war eine bedeutende Schweizer Filmemacherin, die für ihre unkonventionellen Pfade und ihr vielfältiges, zeitloses filmisches Werk bekannt ist. Als Tochter des Künstlers Gregor Rabinovitch folgte sie früh den künstlerischen Spuren ihrer Eltern und hinterliess ein Oeuvre von rund 30 Filmen und Videos.

Leben und Wirken

  • Künstlerischer Werdegang: Isa Hesse-Rabinovitch wagte zeitlebens den Schritt ins Unbekannte; bemerkenswert ist ihr Wechsel zum Medium Video im Alter von 67 Jahren. Ihre Arbeiten sind oft experimentell und feministisch geprägt.
  • Schweizer Bezug: Die Künstlerin war fest in der Schweiz verwurzelt. Sie lebte unter anderem in Küsnacht und unterhielt eine Haus-Atelier-Gemeinschaft in Cugnasco (Tessin). Ihre Werke, wie beispielsweise «Tell-Spott» (1973) oder «Geister und Gäste» (1989), reflektieren oft Schweizer Identitäten und Orte (z. B. das Grand Hotel in Brissago).
  • Privates: Sie war mit einem Sohn von Hermann Hesse verheiratet, mit dem sie drei Kinder hatte.

Das Filmporträt von Anka Schmid

2009 veröffentlichte die Regisseurin Anka Schmid den Dokumentarfilm «Isa Hesse-Rabinovitch – Das grosse Spiel Film». Das Porträt zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Methodik: Schmid verwebt Archivmaterial, Interviews mit Zeitzeugen und Ausschnitte aus dem Originalwerk der Künstlerin zu einem dichten, schillernden Porträt.
  • Restauration: Im Zuge der Produktion wurden mehrere Kurzfilme von Hesse-Rabinovitch für das Kinopublikum restauriert und digitalisiert, wodurch ihr filmisches Erbe einer neuen Generation zugänglich gemacht wurde.
  • Bedeutung: Der Film wird oft als "Entdeckungsreise" beschrieben, die nicht nur das Werk, sondern auch den Mut und die inspirierende Persönlichkeit der Filmemacherin würdigt.

Wichtige Filmwerke

  • «Tell-Spott» (1973): Eine ironische Auseinandersetzung mit schweizerischen Mythen.
  • «Sirenen-Eiland» (1981): Ein experimentelles, feministisches Werk, das den Mythos der Sirenen in einen modernen Kontext stellt.
  • «Geister und Gäste» (1989): Eine filmische Dokumentation über den Verfall des Grand Hotels in Brissago, die zwischen Realität und Metapher pendelt.
  1. Isa Hesse-Rabinovitch – Das grosse Spiel Film (Artfilm.ch)
  2. Solothurner Filmtage: Profil Isa Hesse-Rabinovitch
  3. «Isa Hesse-Rabinovitch» von Anka Schmid – filmsprung.ch

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Schweizer Filme
Isa Hesse-Rabinovitch
Isa Hesse-Rabinovitch
Switzerland, January 2009
Das Portrait zeigt den künstlerischen und biografischen Werdegang von Isa Hesse-Rabinovitch (1917-2003). Die Tochter künstlerisch tätiger Immigranten heiratete einen Sohn von Hermann Hesse mit dem sie drei Kinder hatte. Sie arbeitete als Illustratorin, Reporterin und Fotografin, als 50-jährige begann sie zu filmen. Ihre Experimentalfilme fanden im Ausland lobende Anerkennung, doch in der männerdominierten Schweizer Filmszene der 70-er Jahre musste sie für ihre poetischen Arbeiten kämpfen. Sie hinterliess ein vielfältiges Film- und Videowerk und war eine wichtige Pionierin.
von Anka Schmid
KImehr über Isa Hesse-Rabinovitch
Quelle: swissfilms.ch