Jagdterrier Hund

Der Jagdterrier – Der mutige und vielseitige Jagd- und Familienhund

Herkunft und Geschichte

Der Deutsche Jagdterrier (auch Jagdterrier genannt) ist eine relativ junge Hunderasse aus Deutschland. Sie wurde in den 1920er und 1930er Jahren gezielt gezüchtet, vor allem aus dem Foxterrier, dem Deutschen Bracken und weiteren Terriern. Ziel war ein kleiner, mutiger, ausdauernder und wasserfreudiger Jagdhund, der sowohl ober- als auch unterirdisch jagt. In der Schweiz wird die Rasse vom Schweizerischen Club für Deutsche Jagdterrier betreut, der Züchter, Prüfungen und Rassepflege organisiert.

Aussehen

Der Jagdterrier ist ein kompakter, kräftiger und wendiger Hund mit einer Widerristhöhe von ca. 33–40 cm. Es gibt zwei Fellvarianten: glatthaarig und rauhaarig (drahtig). Die typische Farbe ist schwarz-grau mit braunen oder gelben Abzeichen an Augen, Maul und Läufen. Die Ohren sind klein und V-förmig, die Rute wird traditionell kupiert (in der Schweiz seit 2018 für Nicht-Jagdgebrauch verboten).

Charakter und Eigenschaften

Der Jagdterrier gilt als:

  • Sehr mutig und selbstbewusst
  • Hohe Jagdpassion (starker Beutetrieb)
  • Intelligent und lernwillig
  • Eng verbunden mit seinem Menschen
  • Wenig bellfreudig, aber wachsam

Er ist kein reiner Familienhund für Anfänger. Ohne konsequente Erziehung und ausreichend Beschäftigung kann er stur und eigenwillig werden. Für aktive Jäger oder sportliche Menschen mit Hundeerfahrung ist er jedoch ein hervorragender und treuer Partner.

Haltung und Beschäftigung (Schweiz)

In der Schweiz wird der Jagdterrier hauptsächlich als Jagdhund gehalten, eignet sich aber auch für Hundesportarten wie Mantrailing, Dummyarbeit oder Agility. Er benötigt täglich viel Bewegung und geistige Auslastung. Lange Spaziergänge allein reichen meist nicht aus. Viele Schweizer Züchter (z. B. der Zwinger «von den Zwei Raben» im Kanton Schwyz) legen grossen Wert auf jagdliche Prüfungen und Wesensfestigkeit.

Pflege und Gesundheit

Das Fell ist pflegeleicht – ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten genügt meist. Die Rasse gilt als robust, kann aber zu folgenden Problemen neigen:

  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Patellaluxation
  • Augenkrankheiten (z. B. PRA)

Regelmässige tierärztliche Kontrollen und eine ausgewogene, aktivitätangepasste Ernährung sind wichtig.

Zucht in der Schweiz

Der Schweizerische Club für Deutsche Jagdterrier fördert die gesunde und leistungsstarke Zucht. Seriöse Züchter wie Roger Bisig vom Zwinger von den Zwei Raben (Gross SZ) legen Wert auf Gesundheitsuntersuchungen und jagdliche Veranlagung.


  1. Jagdterrier: Der vielseitige Begleiter für Jagd, Natur und Familie – Umfassender Rasseporträt mit Tipps zu Haltung, Erziehung und Pflege
  2. Schweizerischer Club für Deutsche Jagdterrier – Literatur & Infos – Offizielle Schweizer Club-Seite mit Fachliteratur und Rasseinformationen
  3. Zwinger von den Zwei Raben – Deutsche Jagdterrier Zucht (Schweiz) – Züchterseite aus dem Kanton Schwyz mit aktuellen Würfen und Leistungsprüfungen

Vielleicht auch interessant


Airedale Terrier

Altdänischer Vorstehhund

Bluetick Coonhound

Bordeauxdogge

Border Terrier

Boykin Spaniel

Bullterrier

Cao da Serra da Estrela

Chihuahua

Ciobanesc Romanesc Mioritic

Gonczy Polski

Havaneser

Lhasa-Apso

Mâtin

Mops

Norrbottenspitz

Pekingese

Phu Quoc Ridgeback

Podenco Canario

Polnischer Windhund

Rauhhaarige Istrianer Bracke

Sarplaninac

Schillerstövare

Schwedischer Lapphund

Tamaskan
War das hilfreich?
Hunde
Jagdterrier
Jagdterrier
KImehr über Jagdterrier
Bild: Wikipedia