Jaguarundi Raubkatze

Jaguarundi – Die unscheinbare Raubkatze Mittelamerikas

Steckbrief

Der Jaguarundi (Herpailurus yagouaroundi, früher Puma yagouaroundi) ist eine mittelgroße, einfarbig gefärbte Kleinkatze aus der Familie der Felidae. Im Gegensatz zu den meisten anderen Raubkatzen besitzt er kein geflecktes oder gestreiftes Fell, sondern einheitlich graubraunes bis rötliches Fell – weshalb er auch Wieselkatze genannt wird.

  • Größe: Kopf-Rumpf-Länge 50–77 cm, Schwanz 30–60 cm
  • Gewicht: 3,5–7 kg (in nördlichen Populationen etwas schwerer)
  • Besonderheit: Sehr langer, abgeflachter Schwanz und kleiner, abgeflachter Kopf mit kurzen, abgerundeten Ohren
  • Aktivitätszeit: Überwiegend tagaktiv (im Gegensatz zu den meisten anderen Katzen)

Lebensraum und Verbreitung

Der Jaguarundi ist von Südtexas und Arizona über Mittelamerika bis nach Nordargentinien verbreitet. Er bevorzugt:

  • Tropische Trockenwälder
  • Feuchtwälder und Sekundärvegetation
  • Mangroven und Buschland

In Nicaragua lebt er vor allem im stark bedrohten tropischen Trockenwald an der Pazifikküste. Dieses einzigartige Biotop wird durch Projekte wie dem Naturefund-Waldschutzprojekt geschützt, da der Jaguarundi dort zu den seltensten und am stärksten gefährdeten Arten zählt. Er steht auf der Roten Liste der IUCN (Near Threatened).

Verhalten und Ernährung

Jaguarundis sind opportunistische Jäger. Ihre Beute besteht hauptsächlich aus kleinen Säugetieren (< 1 kg), Vögeln, Reptilien und gelegentlich Insekten. Sie jagen vorwiegend am Boden, können aber auch gut klettern und schwimmen. Ihr Revier kann je nach Habitat zwischen 20 und 100 km² gross sein – ein Grund, weshalb sie so schwer zu beobachten sind.

Jaguarundi in der Schweiz und bei Schweizer Reisenden

Obwohl der Jaguarundi in der Schweiz natürlich nicht heimisch ist, fasziniert er viele Schweizer Natur- und Tierliebhaber. Mehrere Schweizer Organisationen und Reiseveranstalter setzen sich für den Schutz der Art ein:

  • Naturefund (Deutschland/Schweiz) schützt mit einem konkreten Projekt den Trockenwald in Nicaragua – eines der letzten Rückzugsgebiete des Jaguarundi.
  • Schweizer Reiseanbieter wie CM Travels, Adventure Costa Rica und Regenwald Reisen werben mit der Möglichkeit, in Costa Rica, Belize oder Nicaragua auf den Jaguarundi zu treffen.
  • In Belize ist der Jaguarundi neben Jaguar, Ozelot und Margay eine der vier vorkommenden Raubkatzenarten. Schweizer Naturschutzorganisationen wie das ITCF Schweiz unterstützen Projekte im Norden von Belize, in denen alle vier Katzenarten vorkommen.

Schweizer Reiseberichte aus Costa Rica und Belize erwähnen immer wieder aufregende Sichtungen – oft als schemenhafte, dunkle Gestalt am Straßenrand oder im Scheinwerferlicht.

  1. Objekt des Monats: Jaguarundi oder Wieselkatze – Sehr guter, detaillierter deutscher Artikel der Zoologischen Staatssammlung München (2024)
  2. Waldschutz in Nicaragua – Trockenwald für den Jaguarundi – Naturefund-Projekt mit direkter Verbindung zum Schutz der Art
  3. Tierwelt in Costa Rica – Jaguarundi & Co. – Schweizer Reiseportal mit guten Informationen zur mittelamerikanischen Raubkatzenwelt

Der Jaguarundi bleibt eine der geheimnisvollsten Raubkatzen Amerikas – klein, unscheinbar und dennoch ein wichtiger Indikator für intakte Ökosysteme.

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Jaguarundi
Der Jaguarundi (Puma yagouaroundi), auch Wieselkatze genannt, ist eine Katzenart des südlichen Nord-, Zentral- und Südamerikas. Sie ähnelt in der Gestalt entfernt einem Marder. Trotz seines grossen Verbreitungsgebietes und seiner relativen Häufigkeit ist der Jaguarundi eine der am wenigsten erforschten Katzen des amerikanischen Doppelkontinents.
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Quelle: Wikipedia