Der Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae): Ein faszinierender Nachtfalter im Porträt

Der Jakobskrautbär, auch bekannt als Blutbär oder Karminbär, ist ein auffälliger Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Erebidae). Er spielt eine wichtige ökologische Rolle als natürlicher Gegenspieler des giftigen Jakobskreuzkrauts.

Biologische Merkmale

  • Aussehen: Der Falter besticht durch seine markante Färbung mit schwarz-roten Flügeln. Er hat eine Flügelspannweite von etwa 32 bis 42 mm.
  • Giftigkeit: Durch die Aufnahme von Giftstoffen aus seiner Wirtspflanze, dem Jakobskreuzkraut, während des Raupenstadiums ist der Jakobskrautbär für viele Fressfeinde ungenießbar und kann bei Verzehr sogar tödlich wirken. Seine auffällige Zeichnung dient dabei als Warnsignal.
  • Lebensweise: Obwohl er zur Familie der Nachtfalter zählt, wird er gelegentlich auch bei Tag beobachtet.

Bedeutung für das Jakobskreuzkraut

Das Jakobskreuzkraut gilt aufgrund seiner Giftigkeit für Weidetiere wie Pferde und Rinder als problematisch. Der Jakobskrautbär dient jedoch als natürliche biologische Regulierung: Die Raupen sind auf diese Pflanze als Hauptnahrungsquelle spezialisiert und können große Bestände des Krauts effizient abfressen.

Vorkommen in der Schweiz

In der Schweiz ist der Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae) weit verbreitet. Laut Daten von pieris.ch ist er in der gesamten Schweiz an feuchten Stellen häufig anzutreffen. Sein Lebensraum erstreckt sich dabei bis in höhere Lagen und tiefe Alpentäler (nachgewiesen bis auf 1364 m ü. M. in Bergün).

Schutzstatus und Gefährdung

Während der Falter in Teilen Deutschlands als stark gefährdet gilt, zeigt sich die Situation in der Schweiz optimistischer. Dennoch bleibt der Erhalt des Jakobskreuzkrauts in moderaten Mengen essenziell für das Überleben der Art. Initiativen zur Bekämpfung des Jakobskreuzkrauts durch Ausrottung werden von Naturschützern kritisch gesehen, da sie dem Jakobskrautbären die Lebensgrundlage entziehen würden.


  1. Pieris.ch – Artenportrait Tyria jacobaeae
  2. Umweltberatung Luzern – Informationen zum Jakobskreuzkraut
  3. Bildwerk Jork – Ausführliches Schmetterlingsportrait

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