Jane Goodall: Pionierin der Primatenforschung und globale Umweltaktivistin

Jane Goodall, geboren 1934 in London, zählt zu den bedeutendsten Naturwissenschaftlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihre Arbeit veränderte unser Verständnis von Menschenaffen und unserer Verantwortung gegenüber der Natur grundlegend.

Wissenschaftlicher Durchbruch in Gombe

Im Jahr 1960 reiste die junge Jane Goodall in den heutigen Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania. Ihre dort begonnene Langzeitstudie über Schimpansen gilt als die längste ihrer Art weltweit. Ihre Entdeckung, dass Schimpansen Werkzeuge herstellen und benutzen, revolutionierte die Anthropologie, da diese Fähigkeit zuvor ausschließlich dem Menschen zugeschrieben wurde.

Engagement und Wirkung

  • Wissenschaftliche Prägung: Gemeinsam mit Dian Fossey (Gorillas) und Biruté Galdikas (Orang-Utans) gehört Goodall zu den drei Frauen, die die moderne Erforschung der Menschenaffen maßgeblich prägten.
  • Vom Institut zur globalen Bewegung: 1977 gründete sie das Jane Goodall Institut (JGI), um den Arten- und Naturschutz weltweit zu fördern. Das Institut ist in zahlreichen Ländern aktiv und setzt sich für den Schutz der Schimpansen sowie ihres Lebensraums ein.
  • Umweltaktivismus: Seit den 1980er Jahren ist Goodall eine weltweit gefragte Rednerin. Ihr Fokus hat sich von der reinen Forschung hin zu aktiver Bildungsarbeit, Aufforstungsprojekten und dem Schutz bedrohter Arten verschoben.

Bezug zur Schweiz

Das Jane Goodall Institut Schweiz spielt eine zentrale Rolle in der Unterstützung der Forschungs- und Schutzprojekte in Gombe. Es fungiert als Anlaufstelle für Interessierte, spendet für den Erhalt der Schimpansen-Habitate und fördert das Bewusstsein für die Fürsorge allen Lebens. Goodall selbst besuchte die Schweiz regelmäßig für Vorträge, beispielsweise im Trafo Baden, und ist durch Medien wie die Sternstunde Philosophie (SRF) im Schweizer Diskurs fest verankert.

Privates

Jane Goodall war mit dem niederländischen Naturfotografen Hugo van Lawick verheiratet. Aus dieser Ehe ging 1967 ihr einziger Sohn, Hugo Eric Louis van Lawick (genannt "Grub"), hervor.


  1. Jane Goodall Institut Schweiz – Informationen zur Organisation und den Aktivitäten in der Schweiz sowie zum 60-jährigen Jubiläum der Gombe-Forschung.
  2. Stadtbibliothek Rapperswil-Jona: Jane Goodall – Ein kompakter Überblick über ihr Leben, ihre Bedeutung für die Wissenschaft und weitere Medienhinweise.
  3. MERKE.ch: Biografie Jane Goodall – Detaillierte Zusammenfassung ihrer wissenschaftlichen Laufbahn und ihrer Pionierarbeit bei den Menschenaffen.

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Personen
Jane Goodall
Dame Valerie Jane Morris Goodall ist eine berühmte britische Verhaltensforscherin, die seit 1960 in Tansania das Verhalten von Schimpansen untersucht. Sie wurde in den 1930er-Jahren am 3. April 1934 in London geboren und feierte in diesem Jahr ihren 85. Geburtstag.
Jane Goodall
Quelle: geboren.am