Je ne te voyais pas – Eine Dokumentation über restaurative Justiz in der Schweiz

Der Dokumentarfilm „Je ne te voyais pas“ (2019) des Schweizer Regisseurs François Kohler befasst sich mit einem gesellschaftlich hochrelevanten, aber oft wenig bekannten Thema: der restaurativen Justiz (auch Täter-Opfer-Ausgleich genannt).

Kerninhalte des Films

Der Film beleuchtet den schwierigen und mutigen Annäherungsprozess zwischen Opfern, die versuchen, ihr Leben neu aufzubauen, und Tätern, die bereit sind, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen. Dabei geht es nicht um eine einfache schwarz-weisse Moral, sondern um die menschliche Ebene hinter den Straftaten.

  • Restaurative Justiz: Der Film zeigt auf, dass ein rein strafrechtlicher Prozess zwar Schuld sühnt, den Betroffenen jedoch nicht immer hilft, mit dem Erlebten abzuschliessen. Die restaurative Justiz bietet hier neue Wege der Versöhnung und Aufarbeitung.
  • Intimität und Emotion: Kohler wählt eine sehr persönliche Herangehensweise. In dem dokumentarischen Werk verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, um den emotionalen Kern der menschlichen Schicksale einzufangen.
  • Gesellschaftliche Relevanz: In einer Gesellschaft, die oft von Sicherheitsdenken und Risikovermeidung geprägt ist, fordert der Film dazu auf, den Dialog zu suchen und das menschliche Potenzial zur Verantwortung und Heilung zu erkennen.

Bedeutung in der Schweiz

Der Film wurde in der Schweizer Filmlandschaft als bedeutender Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs aufgenommen. Er wurde unter anderem im Rahmen des Festival du Film et Forum International sur les Droits Humains (FIFDH) sowie am Film Festival Diritti Umani Lugano gezeigt. Zudem gab es in verschiedenen Schweizer Kinos spezielle Vorführungen, die oft von Fachgesprächen mit Kriminologen und Mediatoren begleitet wurden, um den Prozess der restaurativen Justiz wissenschaftlich und praktisch einzuordnen.


Beste Quellen zum Film

  1. P.S. Productions – Offizielle Projektseite
  2. zeitnah.ch – Rezension und Einordnung zur restaurativen Justiz
  3. Cinéma Royal – Synopsis und Hintergründe

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Schweizer Filme
Je ne te voyais pas
Je ne te voyais pas
Switzerland, May 2019
In einem Sicherheitsumfeld, das auf Angst vor Risiken beruht, ergründet der Film die schwierige Annäherung zwischen Opfern, die versuchen, ihr Leben wieder aufzubauen, und Tätern, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Zwei Massnahmen der restaurativen Justiz sollen beiden Parteien dabei helfen, ihre Konflikte selbst zu lösen, um sich von ihrem Status zu befreien. Ein intimer und emotionaler Film, in dem die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt.
von François Kohler
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Quelle: swissfilms.ch