Übersicht: "Je pense à Alain Tanner" – Eine Hommage an den Schweizer Filmvisionär

Der Film "Je pense à Alain Tanner" (2010) ist ein bedeutendes Dokumentarwerk des Regisseurs Jacob Berger. Er ist ein zentrales Stück zur Auseinandersetzung mit dem Wirken von Alain Tanner, einem der einflussreichsten Regisseure des Schweizer Kinos.

Kernaspekte des Films und des Regisseurs

  • Der Film: Jacob Berger porträtiert Alain Tanner als eine Art „Ersatzvater“ und Mentor des Schweizer Films. Der Dokumentarfilm (9 Minuten Laufzeit, produziert von Le Flair production) ist subjektiv gestaltet, rhythmisch und eng mit dem Leben sowie der künstlerischen Philosophie Tanners verwoben.
  • Bedeutung für die Schweiz: Alain Tanner (1929–2022) gilt als Mitbegründer des „Nouveau Cinéma Suisse“. Zusammen mit Claude Goretta und anderen prägte er durch Filme wie „Charles, mort ou vif“ (Léopard d’Or in Locarno) und „Jonas qui aura 25 ans en l’an 2000“ die kulturelle Identität der Schweiz in den 1960er und 70er Jahren.
  • Stilistische Merkmale: Tanners Werke zeichnen sich durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Utopien, persönlicher Freiheit und einer tiefen Verbundenheit zum Neorealismus aus. Sein Schaffen wurde von Institutionen wie der Cinémathèque suisse und dem Cinémas du Grütli in Genf mehrfach gewürdigt.
  • Kulturelles Erbe: Tanner verknüpfte oft Musik und Film (bekannt ist etwa die Zusammenarbeit mit Jean-Luc Barbier bei „Dans la Ville Blanche“), was sein Werk über die rein visuelle Ebene hinaus zu einem ganzheitlichen künstlerischen Ausdruck macht.

Empfohlene Quellen für weiterführende Informationen

  1. Je pense à Alain Tanner - Caravel Production – Offizielle Produktionsseite mit Hintergrundinformationen zum Dokumentarfilm von Jacob Berger.
  2. Cinémathèque suisse: Hommage an Alain Tanner – Berichterstattung und Rückblick auf die Würdigung des Lebenswerks von Alain Tanner durch die Schweizer Filmstiftung.
  3. Color My Geneva: Porträt des Genfer Regisseurs Alain Tanner – Ein tiefgreifender Blick auf den Werdegang von Tanner und seinen Einfluss auf die Schweizer Filmgeschichte.

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Schweizer Filme
Je pense à Alain Tanner
Je pense à Alain Tanner
Switzerland, August 2010
Ein kleiner Film, in dem der Regisseur das Werk von Alain Tanner, seinem Ersatz- und Filmvater, überfliegt. Den Rhythmus gibt eine Stimme vor, die Sätze immer gleicher Art abwandelt: «Ich denke an Alain Tanner, wenn jemand im Tram Musik spielt; ich denke an Alain Tanner bei einer Kamerafahrt, die mitten im Dialog beginnt; ich denke an Alain Tanner, wenn mir die Kellnerin im Café ein Lächeln schenkt; ich denke an Alain Tanner, wenn die Schweizer Marine zum Thema steht; ich denke an Alain Tanner, wenn ich der Rhone entlang gehe…»
von Jacob Berger
KImehr über Je pense à Alain Tanner
Quelle: swissfilms.ch