Je suis Femen: Eine Schweizer Dokumentation über das „Sextrémisme“

Der Dokumentarfilm „Je suis Femen“ des Schweizer Regisseurs Alain Margot (produziert von Caroline Velan, Caravel Production) beleuchtet die Entstehung und Identität der bekannten ukrainischen Frauenrechtsbewegung FEMEN. Der Film feierte seine Schweizer Premiere im Jahr 2014, unter anderem im Rahmen des Festivals Visions du Réel.

Kernpunkte des Films

  • Thematik: Der Film dokumentiert den radikalen Proteststil der Aktivistinnen, den sie selbst als „Sextrémisme“ bezeichnen. Er bietet einen Einblick in den Alltag und die Motivation der Frauen, die durch provokante, oft barbusige Aktionen weltweit für Aufsehen sorgten.
  • Produktion & Stil: Die Produktion ist ein Gemeinschaftswerk aus der Schweiz und der Ukraine. Mit einer Laufzeit von 95 Minuten bietet er eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Genese der Gruppe. Kritiker merken jedoch an, dass der Film durch die freundschaftliche Beziehung des Regisseurs zu den Protagonistinnen eine sehr parteiische und eher unkritische Perspektive einnimmt.
  • Wahrnehmung in der Schweiz: Der Film wurde in der Schweizer Kinolandschaft intensiv rezipiert. So gab es beispielsweise Sonderaufführungen im Cinélux in Genf, bei denen der Regisseur sowie Aktivistinnen (darunter die verstorbene Oxana Shachko) anwesend waren.

Kontroversen und Hintergrund

Die Bewegung FEMEN, die im Film porträtiert wird, ist hochgradig umstritten. Während einige Stimmen die Aktivistinnen für ihren Mut und ihre Kreativität bewundern, gibt es auch innerhalb der Bewegung und aus der Öffentlichkeit kritische Stimmen. Ehemalige Mitglieder haben in späteren Jahren Distanz zur Organisation gesucht und teilweise ihr Verhalten oder ihre Aktionsformen reflektiert. Der Film „Je suis Femen“ dient daher heute auch als historisches Zeitzeugnis einer Phase des Aktivismus, die das öffentliche Bild des Feminismus in den 2010er Jahren stark geprägt hat.

  1. Je suis FEMEN auf Caravel Production – Informationen zur Veröffentlichung und den Schweizer Kinoterminen.
  2. Rezension auf Le Billet – Eine kritische Auseinandersetzung mit der filmischen Umsetzung und dem „Sextrémisme“.
  3. Interview auf Clap.ch – Archiviertes Interview mit den Aktivistinnen anlässlich des Schweizer Kinostarts 2014.

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Je suis Femen
Je suis Femen
Switzerland, April 2014
Oxana ist eine Frau, eine Kämpferin, eine Künstlerin. Als Jugendliche will sie aufgrund ihrer Leidenschaft für die Ikonenmalerei in ein Kloster eintreten, doch schliesslich stellt sie ihr Talent in den Dienst der Femen-Bewegung. Gemeinsam mit Anna, Inna und Sasha gründete sie die berühmte regierungskritische Frauenbewegung, die sie aus ihrem Heimatland Ukraine quer durch Europa führte. Zwischen künstlerischem Schaffensdrang und dem Wunsch, die Welt zu verändern, enthüllt Oxana ihre Persönlichkeit, die genauso unaufdringlich, bezaubernd und vielschichtig ist wie ihre leidenschaftlichen Werke.
von Alain Margot
KImehr über Je suis Femen
Quelle: swissfilms.ch