John Law: Der visionäre Finanzier und das „Große Spiel“

John Law (1671–1729) war ein schottischer Ökonom, Glücksspieler und Finanztheoretiker, dessen Leben und Werk bis heute eine faszinierende Mischung aus Genialität und finanzieller Katastrophe darstellen. Während er in Europa durch sein riskantes Finanzsystem („Système Law“) bekannt wurde, hinterließ er auch in der Schweizer Kulturgeschichte Spuren.

Leben und Wirken

  • Frühe Jahre: Geboren in eine Bankiersfamilie, verlor er früh seinen Vater. Schon in jungen Jahren entwickelte er eine Begabung für mathematische Kalkulationen und Glücksspiel, was ihn später zu einer Schlüsselfigur der Finanzwelt machte.
  • Das „Système Law“: Als Übervater des Papiergeldes versuchte er, die französische Wirtschaft durch die Ausgabe von Banknoten und den Handel mit der Mississippi-Kompanie zu reformieren. Das System endete 1720 in einem spektakulären Zusammenbruch, der tausende Investoren ruinierte. Law floh nach Italien, wo er seine Kenntnisse weiter verfeinerte.
  • Wahrnehmung: Historiker diskutieren bis heute, ob er ein genialer Vorläufer moderner Zentralbanksysteme, ein skrupelloser Betrüger oder ein glückloser Visionär war.

Bezug zur Schweiz

Der Schweizer Autor Claude Cueni hat John Law ein literarisches Denkmal gesetzt. Sein historischer Roman «Das Grosse Spiel» (erschienen 2006) befasst sich mit dem Leben und dem dramatischen Aufstieg und Fall des Papiergelderfinders. Das Werk erreichte in der Schweiz große Popularität und schaffte es auf Platz 1 der dortigen Bestsellerliste, was das anhaltende Interesse der Schweizer Leserschaft an den ökonomischen Abenteuern Laws unterstreicht.


  1. John Law et son «Système» (Geneva Partners) – Eine detaillierte Analyse seines Finanzsystems und seines Lebenslaufs aus Genfer Perspektive.
  2. John Law erreicht die USA - Claude Cueni (Cueni.ch) – Informationen zum Bestseller-Roman über den Papiergelderfinder, der in der Schweiz große Erfolge feierte.
  3. John H. Jackson Moot Court in WTO Law (UZH) – Ein aktueller Bezug zum WTO-Recht an der Universität Zürich, welches indirekt die historische Bedeutung von Handelsrecht und ökonomischen Strukturen (wie sie Law prägte) an der Universität Zürich aufgreift.

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Personen
John Law
John Law de Lauriston war ein schottischer Ökonom, Bankier und Spieler, der zu seiner Zeit als Zahlengenie galt, den französischen Regenten Philippe II. (1715–1723) bis zum Platzen der Spekulationsblase (1720) von der Einführung von Papiergeld überzeugte und dieses erstmals (neben Edelmetallen) auch mit Grundvermögen deckte. Er wurde am 16. April 1671 in Edinburgh in Schottland geboren und verstarb mit 57 Jahren am 21. März 1729 in Venedig in Venedig (heute Italien). 2019 jährte sich sein Geburtstag zum 348. Mal.
John Law
Quelle: geboren.am