Jungtal Tal

Das wilde Jungtal – Ein verstecktes Juwel im Mattertal

Das Jungtal (auch Jungtal) ist eines der ursprünglichsten und wildesten Seitentäler des Mattertals im Kanton Wallis. Es liegt zwischen St. Niklaus und dem Augstbordhorn-Massiv und gilt als eines der romantischsten und am wenigsten erschlossenen Täler der Schweizer Alpen. Das Tal erstreckt sich vom Jungpass (ca. 3000 m) hinunter bis zur Jungtal-Alp (Jungu) und mündet schliesslich bei Jungen ins Mattertal.

Charakter und Besonderheiten

Das Jungtal wird von vielen Bergsteigern, Skitourengängern und Wanderern als „wild-romantisch“ und „verlassen“ beschrieben. Es besticht durch:

  • Urchige, alte Alphütten und Lärchenwälder
  • Steile Nordhänge, die besonders bei Skitouren beliebt sind
  • Eine vielfältige alpine Flora (u. a. Steinbrech, Polsternelken, Berg-Nelkenwurz)
  • Regelmässige Beobachtung von Steinböcken und Gemsen
  • Die Topalihütte SAC (2674 m), die über das Jungtal oder die Wasulicke (3113 m) erreichbar ist

Besonders bekannt ist das Tal als Abstiegs- bzw. Abfahrtsroute bei mehrtägigen Touren wie der Tour du Ciel (auch Tour de Ciel Light genannt). Nach der Überschreitung des Bishorns oder der Wasulicke führt der Weg durch das Jungtal zurück ins Mattertal – eine landschaftlich beeindruckende Etappe, die von vielen Teilnehmenden als Highlight der Tour genannt wird.

Bekannte Routen durch das Jungtal

  • Tour du Ciel Light (Chixxs / Berg + Tal): Vom Val d’Anniviers via Bishorn ins Mattertal mit Abstieg/Abfahrt durch das Jungtal nach Jungen/Jungu.
  • Barrhorn-Überschreitung: Viele SAC-Touren (u. a. JO-SAC St. Niklaus) steigen vom Barrhorn über die Topalihütte und das Jungtal ab.
  • Wasulicke – Jungtal: Der direkte Abstieg von der 3113 m hohen Wasulicke führt durch das immer lieblicher werdende Jungtal zur Alpe Jungu.
  • Augstbordhorn-Umrundung: Mehrere Varianten queren das Jungtal oder nutzen es als Auf- oder Abstiegsroute.

Das Tal ist sowohl im Sommer als Wander- und Blumenparadies als auch im Frühjahr als Skitourenabfahrt sehr beliebt. Die Nordhänge unterhalb des Jungpasses bieten oft noch bis in den Frühsommer hinein gute Pulverschneebedingungen.

Praktische Hinweise

Der Einstieg ins obere Jungtal erfolgt meist über die Topalihütte oder direkt vom Jungpass. Der untere Teil bei Jungu ist mit der Seilbahn von Jungen (Mattertal) erreichbar. Das Tal ist relativ steil und teilweise lawinengefährdet – eine solide alpine Erfahrung ist daher ratsam.


Die 3 besten Links zum Jungtal:

  1. Chixxs 4-Tages Tour de Ciel Light – Detaillierte Beschreibung der Abfahrt durch das Jungtal
  2. JO-SAC Barrhorn-Tour mit Jungtal – Sehr stimmungsvoller Tourenbericht durch das „wild romantische Jungtal“
  3. Topalihütte via Jungtal (Berg + Tal) – Offizieller Hüttenweg durch das wilde Jungtal mit praktischen Infos

Vielleicht auch interessant


Charnadüra

Domleschg

Findelschlucht

Furttal

Glatttal

Gürbetal

Justistal

Klus Prättigau

Linthebene

Melchtal

Randental

Sapün

Sernftal

St. Galler Rheintal

Suldtal

Surbtal

Val Bernina

Val de Morgins

Val de Travers

Val d`Hérémence

Val Morteratsch

Val Nüglia

Val Sampuoir Ardez

Val Sinestra

Vallée de la Brévine
War das hilfreich?
Täler Schweiz
Jungtal (VS)
Das Jungtal ist ein Hochtal in den Walliser Alpen oberhalb St. Niklaus Dorf. Das Hochtal wird von Zwei- und Dreitausendern umrahmt und öffnet sich auf der Nordostseite gegen das Mattertal. Es kann zu Fuss über den Junger- und den Jungtalweg – Alpenblumenweg erreicht werden. Das Jungtal ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein lohnendes Ausflugsziel.
Jungtal
KImehr über Jungtal
Quelle: Wikipedia