Der Kahle Krempling (Paxillus involutus): Ein unterschätzter Giftpilz

Der Kahle Krempling, wissenschaftlich als Paxillus involutus bekannt, zählt zu den bekanntesten, aber auch gefährlichsten Pilzen in unseren Wäldern. Während er früher regional als Speisepilz konsumiert wurde, ist er heute aufgrund seiner schwerwiegenden Toxizität als gefährlich giftig eingestuft.

Merkmale und Erscheinungsbild

  • Hut: Der Hut erreicht einen Durchmesser von 4 bis 20 cm. Sein charakteristischstes Merkmal ist der im jungen Zustand deutlich eingerollte Rand, der ihm seinen Namen verleiht. Die Oberfläche ist anfangs fein filzig, verkahlt jedoch im Alter (daher auch die Bezeichnung „Verkahlender Krempling“) und kann bei Nässe schmierig-glitschig werden.
  • Farbe: Das Fleisch ist gelbbraun; bei Druck oder Verletzung verfärben sich die betroffenen Stellen am gesamten Fruchtkörper rasch dunkel.
  • Stiel: Der Stiel ist etwa 4 bis 10 cm hoch, meist farblich ähnlich dem Hut und kann ebenfalls dunkel anlaufen.

Lebensraum und Vorkommen

Der Kahle Krempling ist weit verbreitet und bildet mit vielen Laub- und Nadelbäumen eine Ektomykorrhiza (Symbiose). Man findet ihn bevorzugt an Standorten mit sauren Böden. Sein Verbreitungsgebiet umfasst auch die Schweiz, wo er in Mischwäldern, unter Erlen oder in Parkanlagen anzutreffen ist. Die Hauptwachstumszeit erstreckt sich von Juni bis November.

Toxizität: Warum er heute als gefährlich gilt

Frühere Annahmen, der Pilz sei nach langem Abkochen essbar, gelten heute als überholt und lebensgefährlich. Der Kahle Krempling enthält heimtückische Giftstoffe, die sich im Körper nicht abbauen.

  • Langzeitwirkung: Die Toxine können auch nach Jahren des scheinbar problemlosen Verzehrs plötzlich zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.
  • Immunreaktion: Er kann lebensbedrohliche allergische Reaktionen (Paxillus-Syndrom) auslösen, die das Immunsystem dazu bringen, die eigenen roten Blutkörperchen anzugreifen.
  • Fazit: Der Pilz darf unter keinen Umständen gesammelt oder verzehrt werden.

Verwechslungsgefahr

Eine häufige Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem Erlen-Krempling (Paxillus rubicundulus). Da der Kahle Krempling bereits bei flüchtiger Betrachtung mit anderen Lamellenpilzen verwechselt werden kann, ist eine genaue Bestimmung durch Laien nicht zu empfehlen.


Empfohlene Quellen für weitere Informationen

  1. Naturspektrum: Arteninfo zum Kahlen Krempling
  2. Lexikon-Pilze: Detaillierte Infos zu Paxillus involutus
  3. Fundkorb: Wissenschaftlicher Steckbrief zum Kahlen Krempling

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Pilze
Kahler Krempling
Der Verkahlende oder kurz Kahle Krempling (Paxillus involutus) ist eine Pilzart aus der Familie der Kremplingsverwandten (Paxillaceae). Die Fruchtkörper haben einen braunen Hut mit einem zunächst stark eingerollten, filzigen, aber bald schon glatten Rand. Die bräunlich-gelben und am Grund querverbundenen Lamellen bräunen an Druckstellen, weshalb die Art auch Empfindlicher Krempling genannt wird.
Kahler Krempling
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Quelle: Wikipedia