Die Kandelabergraszikade (Hysteropterum grylloides) – Ein Kurzporträt
Die Kandelabergraszikade, auch als Graue Zikade bekannt, ist eine in Europa weit verbreitete Zikadenart, die zur Familie der Issidae gehört. Obwohl sie aufgrund ihres Aussehens und Verhaltens oft mit kleinen Wanzen verwechselt wird, gehört sie systematisch zu den Zikaden.
Systematik und Biologie
- Wissenschaftlicher Name: Hysteropterum grylloides
- Familie: Issidae (Käferzikaden)
- Merkmale: Sie besitzt einen gedrungenen, fast kugeligen Körperbau mit einer Länge von etwa 5–7 mm. Ihre Farbe variiert meist zwischen Grau, Braun und einem olivfarbenen Ton, was ihr eine hervorragende Tarnung auf Pflanzenteilen verleiht.
- Lebensweise: Die Tiere sind tagaktiv und ernähren sich durch das Saugen von Pflanzensäften (phytophag). Sie sind sehr sprunggewaltig, weshalb sie bei Störung sofort flüchten.
Vorkommen in der Schweiz
Die Kandelabergraszikade ist in der Schweiz durchaus verbreitet. Sie bevorzugt sonnige und trockene Standorte, wie sie typisch für die Wärmegebiete der Schweiz sind (z. B. Wallis, Tessin, aber auch trockenwarme Lagen im Mittelland). Man findet sie häufig auf:
- Trockenwiesen und Halbtrockenrasen
- An Wegrändern und auf buschigen Flächen
- Auf verschiedenen krautigen Pflanzen und Gehölzen
Besonderheiten
Der Name "Kandelabergraszikade" ist ein eher seltener Trivialname. Oft wird sie in der entomologischen Literatur einfach unter dem Namen Hysteropterum grylloides geführt. Die Verwechslung mit Wanzen entsteht vor allem durch die flache bis leicht gewölbte Körperhaltung und das Fehlen der für viele Zikaden typischen, sehr langen und schlanken Form. Sie stellt jedoch keine Schädlinge im landwirtschaftlichen Sinne dar, die bekämpft werden müssten.
- Wikipedia: Hysteropterum grylloides – Detaillierte wissenschaftliche Einordnung und Merkmale der Art.
- InfoSpecies Schweiz – Das nationale Datenzentrum für Informationen zur Biodiversität und zum Vorkommen in der Schweiz.
- Naturspaziergang.de – Zikaden – Umfangreiche Bilddatenbank und Beschreibungen zur Bestimmung heimischer Zikadenarten.
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