Die Karausche (Carassius carassius): Porträt eines Überlebenskünstlers

Die Karausche, oft auch als Moor- oder Bauernkarpfen bezeichnet, ist ein faszinierender Vertreter der Karpfenfische (Cyprinidae). Sie gilt als äußerst anpassungsfähig und robust.

Biologie und Merkmale

  • Aussehen: Hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper mit einer langen, nach außen gewölbten Rückenflosse. Die Grundfärbung ist meist bräunlich.
  • Größe: Sie bleibt deutlich kleiner als der Karpfen; bei einer maximalen Länge von etwa 60 cm erreicht sie ein Gewicht von bis zu 3 kg.
  • Verwandtschaft: Sie ist eng mit dem Goldfisch verwandt. Aus Kreuzungen mit dem gemeinen Karpfen geht der sogenannte F1-Hybridkarpfen hervor.
  • Ernährung: Der Allesfresser ernährt sich primär von Bodentieren wie Insektenlarven, Würmern und Weichtieren sowie von pflanzlicher Nahrung.

Lebensraum und Vorkommen

  • Anpassungsfähigkeit: Die Karausche ist extrem unempfindlich gegenüber Wasserverunreinigungen und Sauerstoffmangel. Sie besiedelt Lebensräume, in denen andere Arten kaum überleben könnten, wie verkrautete, verschlammte Tümpel, Gräben oder saure Gewässer.
  • Situation in der Schweiz: In der Schweiz kommen Karauschen durch Besatz vor, etwa im Kanton Bern (Aare, Berner Seeland, Oberaargau). Dort bewohnen sie bevorzugt stehende Gewässer. Da in solchen Habitaten oft Raubfische fehlen, neigen die Bestände zu starker Vermehrung, was zu Inzuchterscheinungen führen kann.

Bedeutung und Schutz

  • Speisefisch: Historisch war die Karausche ein beliebter Speisefisch. Heute hat ihre Bedeutung aufgrund der zahlreichen Gräten abgenommen.
  • Angelfischerei: Als Zielfisch gilt die Karausche aufgrund ihres guten Gehörs und ihrer Scheu als anspruchsvoll. In verschiedenen Regionen gibt es Fangverbote oder Mindestmaße, um die Bestände nachhaltig zu schützen.
  • Ökologischer Wert: Als "Fisch des Jahres 2010" wurde ihre Bedeutung für den Erhalt von Kleinstgewässern gewürdigt. Maßnahmen zu ihrem Schutz kommen einer Vielzahl anderer bedrohter Arten zugute.

  1. Karausche – Biologie der Karausche (Kanton Bern)
  2. Karausche Fisch: Ein umfassender Leitfaden
  3. Karauschen angeln: Alle Infos zum Zielfisch

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Karausche
Karauschen, auch Moor- oder Bauernkarpfen genannt, sind hochrückige, seitlich abgeflachte Fische mit einer langen, leicht nach aussen gewölbten Rückenflosse. Letzteres Merkmal unterscheidet sie vom nahe verwandten und äusserlich manchmal ähnlichen Giebel, der eine nach innen gebuchtete Rückenflosse besitzt. Die Grundfärbung der Karausche ist braun mit Gelbtönen.
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Quelle: vol.be.ch