Der Kegelhütige Knollenblätterpilz (Amanita virosa): Ein tödliches Risiko

Der Kegelhütige Knollenblätterpilz, auch bekannt als „Zerstörerischer Engel“, gehört zu den gefährlichsten Pilzarten. Da er in der Schweiz heimisch ist und auch in den Alpen vorkommt, ist für Pilzsammler sowie Tierbesitzer höchste Vorsicht geboten.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Amanita virosa
  • Aussehen: Eiförmige, später halbrunde bis kegelförmige Kappe, rein weiß gefärbt (bis zu 15 cm Durchmesser).
  • Stiel: Lang und weiß, mit einer charakteristischen Knolle an der Basis.
  • Lamellen: Weiß, auf der Hutunterseite.
  • Geruch: Oft als leicht süßlich wahrgenommen.
  • Vorkommen: Juni bis September, bevorzugt in Nadelwäldern; auch in der Schweiz weit verbreitet.

Giftigkeit und Gefahr

Der Kegelhütige Knollenblätterpilz ist tödlich giftig. Er enthält über 20 verschiedene giftige Verbindungen.

  • Gefahrenpotenzial: Bereits wenige Gramm des Pilzes können für den Menschen tödlich sein.
  • Vorsicht: Selbst eine Geschmacksprobe kann bereits zu schweren Leberschäden führen.
  • Verwechslungsgefahr: Oft wird er fälschlicherweise mit Champignons verwechselt.
  • Tiere: Auch für Hunde ist der Verzehr extrem gefährlich und führt zu schweren Vergiftungserscheinungen.

Verhalten bei Vergiftungen (Schweiz)

Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung ist umgehend ärztliche Hilfe zu suchen. In der Schweiz steht rund um die Uhr die Notfallnummer 145 (Tox Info Suisse) für Giftnotfälle zur Verfügung. Zudem sollten lokale Pilzkontrollstellen (VAPKO) zur Identifikation bei Unklarheiten genutzt werden.


Empfohlene Ressourcen

  1. Pilzverein Fricktal - Pilzwissen & Notfallkontakte (inkl. Tox Info Suisse)
  2. Pilzbuch Pilzwelten - Detaillierte Beschreibung & Verwechslungsgefahren
  3. DigiDogs - Giftigkeit bei Hunden und medizinische Erste Hilfe

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