Der Keilschwanzregenpfeifer (Charadrius vociferus): Ein seltener Gast in der Schweiz

Der Keilschwanzregenpfeifer, im Englischen als „Killdeer“ bekannt, ist eine auffällige Limikolenart, die primär in Nordamerika beheimatet ist. In Mitteleuropa und insbesondere in der Schweiz gilt er als extrem seltener Irrgast.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Charadrius vociferus
  • Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
  • Verbreitungsgebiet: Hauptsächlich Nord- und Mittelamerika; dort eine weit verbreitete und häufige Art.
  • Erkennungsmerkmale: Charakteristisch sind die zwei dunklen Brustbänder, der lange, keilförmige Schwanz (daher der deutsche Name) und sein unverkennbarer, lauter Ruf („kill-dee“).
  • Verhalten: Er ist oft auf offenen Flächen, Feldern oder in der Nähe von Gewässern anzutreffen.

Status in der Schweiz

Da die Art in Nordamerika brütet, sind Sichtungen in der Schweiz als Ausnahmeerscheinungen zu werten. Ornithologische Aufzeichnungen belegen jedoch sporadische Nachweise:

  • Sichtungen: Es gibt dokumentierte Beobachtungen, wie etwa im Alpnacherried (Kanton Obwalden) oder am Klingnauer Stausee. Diese Beobachtungen werden in ornithologischen Fachzeitschriften der Schweiz (z. B. „Der Ornithologische Beobachter“) registriert und wissenschaftlich festgehalten.
  • Status: Er wird als Irrgast geführt, was bedeutet, dass er nicht zur heimischen Avifauna gehört und lediglich aufgrund von Wetterereignissen oder Orientierungsproblemen den Weg nach Europa findet.

Bedeutung für Beobachter

Für Schweizer Vogelbeobachter ist der Keilschwanzregenpfeifer eine Besonderheit („Mega-Rarität“). Beobachtungen werden oft in lokalen Zentren wie dem Naturzentrum Klingnauer Stausee gemeldet und dienen der Dokumentation des Vogelzuges sowie der Erfassung seltener nordamerikanischer Einflüge.


  1. Naturzentrum Klingnauer Stausee: Keilschwanzregenpfeifer-Beobachtungen
  2. Ala – Schweizerische Gesellschaft für Vogelkunde: Ornithologischer Beobachter
  3. PixelFormen: Fotodokumentation und Art-Informationen

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