Kirkdikdik
Kirkdikdik – Die kleinste Antilope Afrikas
Steckbrief
Der Kirkdikdik (Madoqua kirkii) ist eine der kleinsten Antilopenarten der Welt. Mit einer Schulterhöhe von nur 30–45 cm und einem Gewicht von 4–6 kg gehört er zu den Zwergantilopen. Sein auffälligstes Merkmal ist die rüsselartige, bewegliche Nase, mit der er die umliegende Luft prüft. Das Fell ist grau-braun mit feinen weißen Augenringen, die ihm einen besonders niedlichen Ausdruck verleihen. Nur die Männchen tragen kleine, spitz nach hinten gebogene Hörner.
Lebensraum und Verbreitung
Kirkdikdiks leben bevorzugt in dichtem Busch- und Dickichtwald, wo ihre geringe Grösse ein Vorteil ist – sie können sich hervorragend verstecken. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Ostafrika (Kenia, Tansania, Äthiopien, Somalia). Eine völlig isolierte Population existiert jedoch auch in Südwestafrika, vor allem in Namibia (Etosha-Nationalpark).
In der Schweiz kann man Kirkdikdiks in mehreren Zoos beobachten, unter anderem im Zoo Zürich, im Tierpark Goldau sowie gelegentlich in kleineren Wildtierparks. Besonders der Zoo Duisburg (der eng mit Schweizer Zoos zusammenarbeitet) hält und züchtet diese Art erfolgreich.
Verhalten und Besonderheiten
- Monogamie: Kirkdikdiks leben meist paarweise in festen Revieren und bleiben ein Leben lang zusammen.
- Aktivität: Sie sind vorwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv, tagsüber ruhen sie im Schatten des Dickichts.
- Fluchtverhalten: Bei Gefahr „stottern“ sie mit den Hinterläufen (daher der Name „Dikdik“ – lautmalerisch für den Alarmruf) und verschwinden blitzschnell im Gebüsch.
- Ernährung: Sie sind strikte Pflanzenfresser und benötigen kaum freies Wasser – den grössten Teil der Feuchtigkeit nehmen sie über Blätter und Knospen auf.
Beobachtung in freier Wildbahn
Reisende berichten immer wieder, wie schwer es ist, diese scheuen Mini-Antilopen zu fotografieren. Im Etosha-Nationalpark (Namibia) sieht man sie gelegentlich frühmorgens oder bei Dämmerung vorsichtig aus dem Busch treten. In der Masai Mara (Kenia) und der Mara Naboisho Conservancy gelingen Beobachtungen vor allem in der Übergangszeit zwischen Busch und offener Savanne.
Die 3 besten Links zum Thema
Kirkdikdik – Afriwhere
Sehr guter, informativer Steckbrief mit Schwerpunkt auf Anatomie und Lebensraum.
Zoo Duisburg – Kirkdikdik
Zoologisch fundierter Text mit Angaben zu Verbreitung und Unterarten (inkl. Namibia-Population).
Reisebericht Etosha – Namibia
Schöner Schweizer Reisebericht mit persönlichen Fotos und Begegnungen mit Kirkdikdiks in freier Wildbahn.
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