Der Kirschrote Spei-Täubling (Russula emetica)
Der Kirschrote Spei-Täubling, wissenschaftlich als Russula emetica bekannt, ist ein in Mitteleuropa weit verbreiteter Pilz aus der Familie der Täublingsverwandten. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe gilt er als giftig und ist somit für den Verzehr ungeeignet.
Steckbrief und Merkmale
- Hut: Zeichnet sich durch eine knallig rote Farbe aus, kann jedoch gelegentlich auch blass weißlich-gelb erscheinen. Der Hut erreicht einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern.
- Lamellen: Diese sind spröde und zerbrechlich – ein typisches Merkmal der Gattung Russula. Sie sind weiß bis cremefarben.
- Stiel: Weiß, uneben und läuft bei manchen Exemplaren leicht rötlich an.
- Fleisch: Das Fleisch ist weiß, nicht saftig, sondern mürbe.
- Geschmack: Charakteristisch ist der brennend scharfe Geschmack, der bereits beim Kauen eine deutliche Warnung darstellt.
Vorkommen und Ökologie
Der Kirschrote Spei-Täubling wächst sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern. In der Schweiz wird er regelmäßig bei Bestimmungsabenden pilzkundlicher Vereine (z. B. Pilzverein Fricktal) dokumentiert, was seine Präsenz in der Region unterstreicht.
Giftigkeit
Der Pilz enthält Giftstoffe, die bei Verzehr zu Magen- und Darmstörungen führen. In der Fachliteratur wird er daher explizit nicht als Speisepilz gelistet. Da die Bestimmung von Täublingen oft schwierig ist, raten Experten dazu, bei Unsicherheit von einer Selbstbestimmung abzusehen.
Zusammenfassung der Bestimmungsmerkmale
- Gattungsmerkmal: Die Lamellen sind spröde; fällt ein Täubling auf einen harten Untergrund, zerbricht er meist in Stücke, anstatt dass nur der Stiel abbricht.
- Unterscheidung: Er wird oft mit anderen Täublingsarten verwechselt. Eine optische Bestimmung allein reicht für eine Verzehrfreigabe keinesfalls aus.
- Wichtige Täublinge im Vergleich - AWL.ch
- Pilzquiz - Pilzmesser.ch (Informationen zu Giftigkeit und Geschmack)
- Russula emetica Steckbrief - Entoloma.de
Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachkundige Pilzberatung. Sammeln Sie nur Pilze, die Sie zu 100 % sicher bestimmen können.
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