Porträt der Kleinen Daudebardie (Daudebardia brevipes)

Die Kleine Daudebardie (Daudebardia brevipes) ist eine faszinierende Vertreterin der sogenannten Halbnacktschnecken. Sie gehört zur Familie der Glasschnecken (Oxychilidae) und zeichnet sich durch ein stark reduziertes Gehäuse aus, in das sie sich – im Gegensatz zu den meisten anderen Landschnecken – im erwachsenen Zustand nicht mehr vollständig zurückziehen kann.

Biologie und Lebensweise

  • Morphologie: Die Schnecke trägt eine kleine, kappenförmige Schale auf ihrem Rücken. Da das Gehäuse im Verhältnis zum Körper sehr klein ist, wirkt das Tier wie ein Zwischenstadium zwischen Gehäuseschnecke und Nacktschnecke.
  • Ernährungsweise: Wie ihre Verwandte, die Rötliche Daudebardie (Daudebardia rufa), ist die Kleine Daudebardie ein Räuber. Sie ernährt sich bevorzugt von Regenwürmern, Insektenlarven sowie anderen Schnecken.
  • Habitat: Sie bevorzugt feuchte Waldstandorte, wo sie im Laub oder unter Steinen Schutz vor Austrocknung findet.

Vorkommen und Schutzstatus

  • Schweiz: In der Schweiz ist die Art unter anderem in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Innerrhoden (SG & AI) nachgewiesen. Sie gilt dort als Teil der schützenswerten, aber oft wenig beachteten wirbellosen Tierwelt.
  • Gefährdung: In Deutschland wird die Art in der Roten Liste als "stark gefährdet" eingestuft. Aufgrund ihrer versteckten Lebensweise und spezifischen Habitatansprüche reagiert sie empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraumes.

Zusammenfassung der Merkmale

Merkmal Beschreibung
Wissenschaftlicher Name Daudebardia brevipes (Draparnaud, 1805)
Typus Halbnacktschnecke
Ernährung Räuberisch (Carnivor)
Lebensraum Feuchte Wälder, Laubschicht
Status (DE) Stark gefährdet

Empfohlene Ressourcen

  1. Mollusken Baden-Württemberg: Kleine Daudebardie
  2. Naturinfo: Wirbellose Tierwelt im Kanton St. Gallen
  3. LPV Augsburg: Informationen zur Gattung Daudebardia

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Schnecken Schweiz
Kleine Daudebardie
Merkmale
Sehr kleines, flaches, Gehäuse. Deutlich spiralisiert. Auf der Peripherie konkav gebogen. Nabel offen
Fundorte
Nordostschweiz
Lat. Bezeichnung
Daudebardia brevipes
Kleine Daudebardie
KImehr über Kleine Daudebardie
Quelle: info fauna CSCF