Die Garten-Wegschnecke (Arion hortensis): Ein kleiner, aber hartnäckiger Gartenbewohner

In Schweizer Gärten trifft man auf eine Vielzahl von Nacktschnecken. Während die grosse Spanische Wegschnecke oft als Hauptschädling wahrgenommen wird, spielt die Grosse Garten-Wegschnecke (Arion hortensis) eine bedeutende Rolle als kleinerer, aber nicht weniger hungriger Mitbewohner.

Steckbrief und Merkmale

  • Grösse: Mit einer Körperlänge von 0,5 bis 4 cm gehört sie zu den kleineren Arten im Vergleich zur 15 cm grossen Spanischen Wegschnecke.
  • Färbung: Die Oberseite präsentiert sich in dunklen Grau- bis Schwarztönen, während die Unterseite meist blassgelb gefärbt ist.
  • Lebensweise: Diese Art ist besonders durch ihre unterirdische Aktivität bekannt. Im Sommer ziehen sie sich in den Boden zurück, während sie im Frühjahr und Herbst verstärkt an der Oberfläche anzutreffen sind.

Bedeutung im Garten

Im Gegensatz zu grösseren Arten, die primär oberirdische Pflanzenteile schädigen, verursacht die Garten-Wegschnecke Schäden an:

  • Unterirdischen Pflanzenteilen: Sie fressen Wurzeln und Knollen, was für den Gärtner oft erst spät bemerkbar ist.
  • Oberirdischen Pflanzen: Auch an Blumen und Gemüse treten sie als Schädlinge auf, wenn sie oberirdisch aktiv sind.

Einordnung in den Schweizer Kontext

  • Verdrängung durch invasive Arten: In der Schweiz hat sich die eingeschleppte Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) stark ausgebreitet und verdrängt teilweise einheimische Arten wie die Rote Wegschnecke (Arion rufus) in bewaldete Gebiete.
  • Natürliche Regulierung: Der Tigerschnegel (Limax maximus) gilt als natürlicher Gegenspieler von Wegschnecken. Er ist ein Raubtier unter den Schnecken, das Wegschnecken aus seinem Revier vertreibt und somit eine wichtige Rolle bei der Bestandsregulierung spielt.
  • Biologische Kontrolle: Im Gegensatz zur Spanischen Wegschnecke können kleine, im Boden lebende Ackerschneckenarten und Garten-Wegschnecken in bestimmten Fällen durch den Einsatz von Nematoden bekämpft werden, da diese Organismen ebenfalls im Boden leben.

Tipps zum Umgang

  • Frühjahrskontrolle: Wenn Sie im frühen Frühjahr Schnecken im Garten begegnen, handelt es sich meist um Ackerschnecken oder die Garten-Wegschnecke, da die Spanische Wegschnecke zu dieser Zeit noch weniger aktiv ist.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Da chemische Bekämpfungsmittel oft ökologisch bedenklich sind, setzen Schweizer Fachstellen wie Pro Natura auf die Förderung natürlicher Feinde (Igel, Kröten, Vögel und Tigerschnegel).

Empfohlene Ressourcen

  1. Ent-Schneckungs-Kur – Spriessbürger – Detaillierte Infos zur Lebensweise unter und über der Erde.
  2. Schnecken im Garten ohne Gift loswerden – Pro Natura – Praktische Tipps zur natürlichen Bekämpfung.
  3. Die Zoologie des Tigerschnegels – Wissenschaftliche Einblicke zur natürlichen Regulation von Wegschnecken.

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Schnecken Schweiz
Kleine Wegschnecke
Merkmale
Weisssliche, gelbliche bis gräuliche Körperfärbung. Sohle hell, gelblich. Normalerweise ohne seitliche Längsbinde. Im zusammengezogenen Zustand eine stachelige, igelförmige Erscheinung
Fundorte
Nordschweiz und ein Fundort im südlichen Tesssin
Lat. Bezeichnung
Arion intermedius
Kleine Wegschnecke
KImehr über Kleine Wegschnecke
Quelle: info fauna CSCF