Die Koronare Herzkrankheit (KHK): Ein Überblick
Die Koronare Herzkrankheit (KHK) zählt zu den weltweit häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stellt auch in Deutschland eine der bedeutendsten Todesursachen dar. Sie ist gekennzeichnet durch eine schleichende Verengung der Herzkranzgefäße, was zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels führt.
Was ist eine Koronare Herzkrankheit?
Die KHK entsteht primär durch Atherosklerose („Gefäßverkalkung“). Dabei lagern sich Fette, Cholesterin und andere Substanzen (Plaques) an den Innenwänden der Koronararterien ab. Diese Verengungen behindern die Sauerstoffversorgung des Herzens, was insbesondere bei körperlicher oder emotionaler Belastung zu Beschwerden führen kann.
Typische Symptome
- Angina Pectoris: Ein Druck- oder Engegefühl in der Brust.
- Ausstrahlung: Schmerzen, die in Arme (oft links), Schulter, Rücken oder Kiefer ziehen können.
- Begleiterscheinungen: Atemnot, Herzklopfen oder allgemeine Schmerzzustände.
- Wichtiger Hinweis: Bei Frauen treten Symptome oft atypisch und weniger eindeutig auf als bei Männern, was die Früherkennung erschweren kann.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Entstehung ist oft multifaktoriell. Zu den klassischen Risikofaktoren gehören:
- Rauchen
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Seelischer Stress
- Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte
- Fortgeschrittenes Alter (diagnostiziert meist zwischen 50–70 Jahren)
Diagnose und Behandlung
Die Diagnose erfolgt meist mehrstufig durch Anamnese, körperliche Untersuchungen und Bluttests. Die Therapie verfolgt das Ziel, die Lebensqualität zu verbessern und schwerwiegende Komplikationen wie Herzinfarkt oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu verhindern:
- Lebensstiländerungen: Umstellung der Ernährung, Rauchstopp und gezielte Bewegung.
- Medikamentöse Therapie: Einsatz von Medikamenten (z. B. Blutverdünner/Anti-Plättchen-Therapie), um das Herz zu entlasten und Ablagerungen entgegenzuwirken.
- Chirurgische Maßnahmen: Falls Lebensstil und Medikamente nicht ausreichen, können invasive Eingriffe an den Gefäßen notwendig werden.
- DMP (Disease-Management-Programm): In Deutschland unterstützen strukturierte Behandlungsprogramme Patienten dabei, die chronische Erkrankung kontinuierlich zu überwachen und die Therapietreue zu sichern.
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