Porträt der Kürbisspinne (Araniella cucurbitina)

Die Kürbisspinne ist eine faszinierende Vertreterin der heimischen Spinnenwelt, die durch ihre auffällige Färbung und ihre Anpassungsfähigkeit besticht. Sie ist auch in der Schweiz weit verbreitet und gehört zur Familie der Radnetzspinnen.

Merkmale und Erscheinungsbild

Die Kürbisspinne verdankt ihren Namen ihrem rundlichen Hinterleib (Abdomen), der bei erwachsenen Weibchen und jungen Männchen in einem leuchtenden Hellgrün erstrahlt. Typisch für diese Art sind:

  • Punktmuster: Auf jeder Seite des Abdomens befindet sich eine Doppelreihe von vier schwarzen Punkten.
  • Bruststück: Das Vorderkörpersegment (Prosoma) ist transparent-schimmernd und in Gelb-, Orange- oder Brauntönen gefärbt.
  • Farbwandel: Ihre Färbung dient als perfekte Tarnung. Im Frühjahr schützt das Grün vor Entdeckung in frischen Blättern. Im Herbst wandelt sich die Farbe in ein unauffälliges Braun, das mit herbstlichem Laub harmoniert.

Lebensweise und Netzbau

Die Kürbisspinne ist eine aktive Jägerin, die ihre Beute mithilfe eines Radnetzes fängt.

  • Tarnung: Da sie sich farblich ideal an ihre Umgebung anpasst, benötigt sie – im Gegensatz zu vielen anderen Radnetzspinnen – kein spezielles Versteck („Retraite“) außerhalb ihres Netzes.
  • Jagdverhalten: Wie alle Spinnen spürt sie Vibrationen, wenn ein Insekt in ihr Netz fliegt. Sie eilt dann schnell zur Beute, lähmt diese und löst sie mittels Verdauungsenzymen von innen auf, um sie anschließend auszusaugen.
  • Vorkommen: Die Spinne ist in der Natur, etwa an Pflanzen, Stängeln und Blüten, hervorragend getarnt und daher oft schwer zu entdecken. In der Schweiz wurde ihr Vorkommen beispielsweise im Kanton Basel-Landschaft (BL) dokumentiert.

Biologische Besonderheiten

  • Entwicklung: Erst nach der ersten Nahrungsaufnahme im Frühjahr entwickelt die junge Spinne ihr typisches grünes Erscheinungsbild.
  • Körperbau: Alle Beine sind am Vorderkörper angesetzt, während am Hinterleib die Spinnwarzen sitzen, mit denen sie ihre Fäden produziert.
  • Schutz: Wie bei anderen Spinnen dient das Netz nicht nur dem Nahrungserwerb, sondern ist auch ein Ort, an dem die Spinne ihre Nachkommen schützt.

  1. Kürbisspinne (Araniella cucurbitina) - Verminscout – Detaillierte Informationen zu Aussehen und Tarnung.
  2. florafauna: Spinnentiere – Nachweis von Vorkommen und Arten in der Schweiz.
  3. Arbeitsblatt: Die Spinne (Unterrichtsmaterial.ch) – Hintergrundwissen zum Körperbau und zur Lebensweise von Spinnen.

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Quelle: insects.ch