Kula Shaker: Zwischen psychedelischem Britpop und zeitloser Mystik

Die britische Band Kula Shaker, benannt nach einem indischen Herrscher und Weisen aus dem 9. Jahrhundert, gilt als eine der prägendsten und originellsten Bands der Britpop-Ära. Seit ihrem legendären Debütalbum «K» im Jahr 1996 haben sie eine einzigartige Nische besetzt, die psychedelische Klänge mit indischen Einflüssen und tiefgründiger Mystik verbindet.

Musikalische Evolution und Status Quo

Kula Shaker haben sich nie damit begnügt, ihrem vergangenen Ruhm hinterherzujagen. Ihr aktuelles Werk Wormslayer wird von Kritikern als ihr bisher gehaltvollstes Album gefeiert. Es fungiert als eine Art Konzeptalbum, das auf einer Geschichte von Bandleader Crispian Mills’ Grossmutter basiert – eine Erzählung über Erfindungsgeist im Kampf gegen «kapitalistische Drachen».

Die Band zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Transzendenz: Ihre Mystik ist keine reine Dekoration, sondern ein integraler Bestandteil ihres Sounds, der an die erleuchtenden Momente ihrer 90er-Jahre-Hits wie Govinda erinnert.
  • Live-Energie: Crispian Mills wird als charismatischer Frontmann geschätzt. Ihre Konzerte – ob in München, Berlin oder auf internationalen Festivals – bieten eine Mischung aus Nostalgie und moderner Energie, die sowohl langjährige Fans als auch ein neues, junges Publikum anspricht.
  • Einfluss: Auch über ihre eigene Diskografie hinaus ist die Band präsent. So wirkte Crispian Mills beispielsweise unter dem Pseudonym Red Spectre an Gitarrenaufnahmen für das Comeback-Album von X-Ray Spex mit.

Bedeutung im Schweizer Kontext

Die Schweizer Musiklandschaft nimmt die Einflüsse von Kula Shaker durchaus wahr. Bands wie The Brew, die als mitreissende Live-Acts bekannt sind, nennen Kula Shaker explizit als Inspirationsquelle für ihren modernen, auf Wurzeln basierenden Sound. Zudem sind ihre Tonträger in spezialisierten Schweizer Plattenläden (wie etwa Plattfon in Basel) als Teil der Musikgeschichte präsent, was ihren Ruf als zeitlose Kultband unterstreicht.

  1. Kula Shaker - Wormslayer (Loop Musikzeitung) – Eine fundierte Besprechung ihres neuesten Konzeptalbums.
  2. Die Kraft der Musik: Kula Shaker, Nostalgie und zeitgenössische Botschaften – Ein Porträt über die generationenübergreifende Faszination der Band.
  3. Kula Shaker bei Rock The Cam – Eindrücke und Fotostrecken von ihren energiegeladenen Live-Auftritten.

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Kula Shaker
Kula Shaker landen Mitte der Neunziger in der brodelnden englischen Indie-Szene wie ein Raumschiff von einem anderen Stern. Ihr Ansatz, spirituelle indische Musik mit Rock zu vermischen, ist zwar nicht neu, aber selten zuvor hat sich eine britische Band getraut, ganze Songs auf Sanskrit zu singen – und auch noch scheinbar akzentfrei.
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Quelle: wdr.de