Film-Portrait: L’art du silence (2022)
Der Dokumentarfilm «L’art du silence» des Schweizer Regisseurs Maurizius Staerkle Drux ist eine tiefgreifende filmische Auseinandersetzung mit dem Leben und Erbe des weltberühmten Pantomimen Marcel Marceau.
Inhalt und Thematik
Der Film beleuchtet nicht nur die künstlerische Brillanz von Marceau, der Generationen von Menschen lehrte, sich wortlos durch Gestik und Mimik auszudrücken. Er taucht tief in die Biografie des Künstlers ein, der durch den Holocaust geprägt war. Während des Zweiten Weltkriegs schloss sich Marceau dem französischen Widerstand an und rettete jüdische Kinder, indem er sie unter anderem in die Schweiz schmuggelte. Dabei brachte er ihnen bei, sich aus Sicherheitsgründen ausschliesslich gestisch zu verständigen – eine Erfahrung, die den Grundstein für seine einzigartige Kunstform legte.
Der Regisseur, der durch seinen eigenen gehörlosen Vater inspiriert wurde, widmet sich zudem der Frage, wie Marceaus Familie und heutige Künstler sein Erbe weiterentwickeln. Der Film ist ein poetisches Porträt über Identität, die Kraft der Stille und die universelle Sprache der Pantomime.
Produktion und Hintergrund
- Regie: Maurizius Staerkle Drux
- Herstellungsland: Schweiz (in Koproduktion mit Deutschland)
- Produktion: Aline Schmid (Beauvoir Films, Genf)
- Erscheinungsjahr: 2022
- Laufzeit: 81 Minuten
- Kinostart Schweiz: 19. Mai 2022
Der Film wurde international auf renommierten Festivals (u.a. Hot Docs, Slamdance) gefeiert und ist für seine sensible filmische Umsetzung sowie die Verbindung von persönlicher Geschichte und Kunst bekannt.
Beste Links zum Thema
- L’art du silence – Offizielle Seite bei Ensemble Film
- Filmvorführung und Hintergrund bei Riffraff/Houdini
- Filmkritik und Kontext bei KulturLadu
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