Die Welt der Schweizer Talsperren: Ingenieurskunst, Filmkulisse und Lebensraum

Die Schweiz ist als „Wasserschloss Europas“ bekannt, und ihre Staumauern (italienisch: diga) sind nicht nur monumentale technische Errungenschaften zur Energiegewinnung, sondern auch kulturelle Symbole, touristische Attraktionen und Schauplätze für Filmproduktionen.

Überblick über bedeutende Staumauern und Projekte in der Schweiz

  • Grande Dixence (Wallis): Mit 285 Metern die höchste Gewichtsstaumauer Europas. Nach 75 Jahren ist sie weiterhin ein zentraler Pfeiler der Schweizer Stromversorgung und fungiert als „natürliche Batterie“ für das nationale Netz. Sie zieht jährlich über 100.000 Besucher an.
  • Diga di Verzasca (Tessin): Ein historisches Meisterwerk, dessen Bau in den 1960er Jahren filmisch dokumentiert wurde. Diese Dokumentationen dienen heute als wichtiges Zeitzeugnis für den technologischen Wandel und die soziale Entwicklung der Region.
  • Diga del Luzzone (Tessin): Dank ihrer 165 Meter hohen künstlichen Kletterwand – der längsten der Welt – dient sie regelmäßig als spektakuläre Kulisse für internationale Filmproduktionen, wie etwa in Serien von Disney+ und Prime Video (z. B. mit Chris Hemsworth).
  • Lago di Lei (Graubünden/Lombardei): Diese Staumauer verbindet nicht nur geographisch zwei Länder, sondern hat eine tiefgreifende Geschichte. Ihre Entstehung und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen wurden sogar in einem Open-Air-Theaterstück thematisiert.
  • Diga del Sambuco (Tessin): Ein Beispiel für die Umnutzung technischer Bauwerke. Hier wurden spezielle Kletterrouten für Anfänger und Fortgeschrittene geschaffen, um die 102 Meter hohe Mauer touristisch und sportlich zu erschließen.
  • Diga di Vallatscha (Graubünden): Hier steht nicht die Energie im Vordergrund, sondern der Schutz: Die Gemeinde Madulain investiert in den Ausbau der Staumauer, um das Dorf effektiv vor Naturgefahren wie Lawinen und Steinschlägen zu bewahren.
  • Ponte Diga (Melide-Bissone): Ein Sonderfall im Tessin. Der Seedamm (Ponte Diga) ist ein bekannter Veranstaltungsort, etwa für die „Nuotata del Ponte Diga“ (Schwimmen am Seedamm), wobei die Wasserqualität und ökologische Aspekte wie Algenvorkommen regelmäßig in den Fokus der lokalen Berichterstattung rücken.

Zusammenfassung der Funktionen

Die Schweizer Staumauern erfüllen heute vielfältige Rollen:

  1. Energie: Wichtige Stromspeicher und Kraftwerke.
  2. Schutz: Sicherung von Lebensraum vor Naturkatastrophen.
  3. Kultur & Tourismus: Filmsets, Kletterparadiese und historische Mahnmale.

  1. La Diga di Verzasca, il film originale da 1961 (CSC Costruzioni)
  2. Grande Dixence: dopo 75 anni, la diga più alta d'Europa (MoneyMag)
  3. La diga del Luzzone protagonista in serie TV internazionali (Ticino Film Commission)

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La diga
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Switzerland, September 2003
Als Elena und ihre Tochter Giorgia – ein aufgewecktes Mädchen von 8 Jahren - beschliessen, nach Bosco Lais zu fahren, um das von einer alten Tante vererbte Haus zu sehen, erwarten sie, ein idyllisches Bergdorf. Zu ihrem grossen Erstaunen aber werden sie von den Leuten gemieden, die vor ihnen Angst zu haben scheinen und die von ihnen verlangen, das Dorf umgehend wieder zu verlassen. Elena lässt sich jedoch nicht beeindrucken, im Gegenteil – entschlossen versucht sie herauszufinden, warum das Dorf ihnen so feindlich gesinnt ist. Sie entdeckt dabei, dass sie eine Schwester hatte, die ihrer Tochter Giorgia aus dem Gesicht geschnitten ist und die vor vielen Jahren beim Bau des Staudammes gestorben ist. Die Vergangenheit, die das Dorf zu vergessen versucht hat, kommt wieder hoch.
von Fulvio Bernasconi
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Quelle: swissfilms.ch