Filmporträt: La petite dame du Capitole
Der Dokumentarfilm La petite dame du Capitole (2005) der Schweizer Regisseurin Jacqueline Veuve ist eine liebevolle filmische Hommage an Lucienne Schnegg, eine legendäre Persönlichkeit der Lausanner Kinogeschichte.
Inhalt und Bedeutung
Der Film porträtiert die damals über 80-jährige Lucienne Schnegg, die das traditionsreiche Kino „Le Capitole“ in Lausanne seit 1949 mit einer fast mütterlichen Hingabe leitete. Über Jahrzehnte hinweg war sie die Seele dieses prunkvollen Hauses. Der Film beleuchtet nicht nur ihren persönlichen Alltag und die Herausforderungen, ein solch großes Kino im Alleingang zu verwalten, sondern fungiert auch als nostalgisches Zeitdokument für die goldene Ära des Kinos.
Durch Archivbilder, Fotos von Stars wie Audrey Hepburn oder Roger Moore und Aufnahmen des prachtvollen Saals wird die Geschichte einer Frau erzählt, die trotz des drohenden Niedergangs ihrer Wirkungsstätte und des Aufkommens von Multiplex-Kinos ihren Optimismus und ihre Leidenschaft für den Film bewahrte.
Produktionsdetails
- Regie: Jacqueline Veuve
- Produktion: Aquarius Film Production, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), SRG SSR
- Dauer: 55 Minuten
- Land: Schweiz
- Jahr: 2005
Vermächtnis
Lucienne Schneggs Wirken war so prägend für den Standort Lausanne, dass die Cinémathèque suisse, die das Kino später übernahm, einen neuen Saal in der Institution nach ihr benannte: „Mademoiselle“, eine Hommage an die „kleine Dame“, die das Capitole über 60 Jahre lang wie einen Schatz behütete.
Beste Links zum Thema
- La Petite Dame du Capitole (RecTv) – Offizielle Projektbeschreibung
- La Petite dame du Capitole (Decadrages) – Kritische Analyse
- La petite dame du Capitole (Julien Sansonnens) – Rückblick und Nostalgie
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