Dokumentarfilm-Übersicht: "La terre promise" (Francis Reusser)

Der Schweizer Dokumentarfilm "La terre promise" (2014) des renommierten Regisseurs Francis Reusser ist ein tiefgründiges Werk, das die komplexe Realität des Nahen Ostens aus der Perspektive junger Menschen aus der Schweiz beleuchtet.

Hintergrund und Inhalt

Im Mittelpunkt des Films steht eine Reise von 55 Schülern der Chorale du Collège Saint-Michel aus Fribourg. Die Gruppe plant eine Konzertreise nach Palästina, die sie durch verschiedene historisch und politisch aufgeladene Orte wie Bethlehem, Ramallah, Jerusalem und Hebron führt.

  • Die Handlung: Während die Jugendlichen ihre musikalischen Auftritte vorbereiten, werden sie mit den harten Realitäten des Nahostkonflikts konfrontiert. Der Film begleitet sie durch Checkpoints, vorbei an Kirchen, Flüchtlingslagern und historischen Stätten.
  • Thematischer Fokus: Der Film thematisiert die geografischen, ethnischen, religiösen und politischen Grenzziehungen, die die jungen Schweizer auf ihrer Reise überschreiten müssen. Dabei wird der Begriff der „verheißenen Erde“ (la terre promise) kritisch hinterfragt – sowohl in seinem historischen, biblischen Kontext als auch in der gelebten Realität der heutigen Bewohner.
  • Produktion: Der 85-minütige Dokumentarfilm wurde 2014 produziert, ist in französischer Sprache (mit englischen und arabischen Anteilen sowie französischen Untertiteln) verfügbar und war Teil der offiziellen Auswahl beim Festival Visions du Réel.

Kontextuelle Einordnung

Der Titel "La terre promise" wird im schweizerischen und internationalen Raum in verschiedenen Medienkontexten verwendet:

  1. Historisch-Religiös: Radiosendungen wie die der RTS (Histoire vivante) beleuchten die theologische Bedeutung der "Terre promise" und deren Rolle als Zündstoff für den israelisch-palästinensischen Konflikt.
  2. Bildung & Literatur: Das Thema dient oft als Ausgangspunkt für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der langen, oft tragischen Geschichte der Region (z.B. in Publikationen von Livre Suisse).
  3. Kulturell: Neben dem Film von Francis Reusser existieren im Schweizer Umfeld auch musikalische Projekte, die den Titel für epische Konzertformate (z.B. Tale of Fantasy) nutzen, um eine assoziative Verbindung zum Begriff der „verheißenen Welt“ zu schaffen.

Empfohlene Ressourcen

Hier finden Sie die besten Quellen zum Film und zur thematischen Vertiefung:

  1. La terre promise - Les Cinémas du Grütli (Film-Synopsis)
  2. La terre promise - Palestine Filmer C'est Exister (Programminformationen)
  3. Palestine, une histoire de territoire: La terre promise - Podcast RTS

Vielleicht auch interessant


Arthur Rimbaud, une biographie

Broke

Ferien

Giulias Verschwinden

Habibi - Ein Liebesbrief

Joy Ride

La petite dame du Capitole

Le printemps des Rennes

L`autre moitié

Matera - Schande Italiens zur europäischen K...

Miles & War

Nachkriegszeit

Nachtflattern

Noé

Retour à Bamako

Rondo Industrial

Seuls ensemble

Swing It Kids!

Toda Raba Ben

Transitions

Vielen Dank für Nichts

Way Beyond
War das hilfreich?
Schweizer Filme
La terre promise
La terre promise
Switzerland, April 2014
Philippe Savoy, Leiter des Chors des Collège Saint-Michel in Fribourg, bereitet sich auf eine Konzertreise mit 55 Schülern nach Palästina vor. Von Bethlehem über Jerusalem und Hebron nach Ramallah, zwischen Checkpoints und Kirchen, Flüchtlingslagern und historischem Tourismus bis zum Toten Meer, entdecken sie ein zerteiltes Gebiet, ein zwischen provisorischem Frieden und ständiger Unterdrückung des palästinensischen Volkes gespaltenes Land.
von Francis Reusser
KImehr über La terre promise
Quelle: swissfilms.ch