Die Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus): Ein Porträt der häufigsten Möwe der Schweiz

Die Lachmöwe ist die am weitesten verbreitete Möwenart in der Schweiz. Ihr Name leitet sich von ihrem charakteristischen, kichernden Ruf ab. Während sie im Sommer durch ihr markantes braunes Kopfgefieder (Prachtkleid) besticht, zeigen sich die Tiere im Winter mit einem helleren Kopf und einem typischen dunklen „Ohrfleck“.

Verbreitung und Lebensweise in der Schweiz

  • Vorkommen: Die Lachmöwe ist in der ganzen Schweiz präsent und gilt als die häufigste Möwenart an unseren Seen sowie am Bodensee. Viele der im Winter bei uns beobachteten Individuen sind Wintergäste aus dem nordöstlichen Raum, die erst im Frühjahr in ihre Brutgebiete abwandern.
  • Brutgebiete: In der Schweiz gibt es bedeutende Brutkolonien, wie beispielsweise im Naturschutzgebiet Neeracherried. Dort konnten durch gezielte Artenförderung – etwa das Anlegen von Brutinseln und die Optimierung des Wasserregimes – erfolgreiche Bestandszahlen erreicht werden, nachdem die Art zuvor auf der Roten Liste stand.
  • Beobachtung: Die Tiere sind das ganze Jahr über an Schweizer Seen anzutreffen. Aufgrund ihres Verhaltens, wie dem „lachenden“ Ruf über dem Bielersee oder der Nahrungssuche in feuchten Böden, sind sie beliebte Motive für Naturfotografen und Ornithologen.

Schutz und Herausforderungen

Trotz ihrer weiten Verbreitung steht die Lachmöwe vor ökologischen Herausforderungen:

  • Artenförderung: Der Rückgang der Brutkolonien in der Vergangenheit führte dazu, dass in verschiedenen Gebieten (z. B. Neeracherried) durch Renaturierungsmassnahmen Lebensräume aktiv aufgewertet wurden.
  • Vogelgrippe: Die Lachmöwe ist wie andere Wasservögel anfällig für das Vogelgrippevirus. In der Schweiz wurden vereinzelt Fälle nachgewiesen (z. B. am Greifensee 2025). Die Behörden raten dazu, tote Vögel nicht zu berühren, Hunde fernzuhalten und den Fund dem zuständigen Wildhüter oder Jagdaufseher zu melden.

Wissenswertes

  • Systematik: Der wissenschaftliche Name Chroicocephalus ridibundus weist ebenfalls auf ihren Ruf hin.
  • Kulturelles: Die Faszination für diesen Vogel reicht weit zurück; bereits 1930 wurde in der Schweiz ein Schulfilm über die Lachmöwe produziert.
  • Flugverhalten: Die Art ist extrem anpassungsfähig und dient heute sogar in Naturzentren als Anschauungsobjekt für die Biologie und das Flugverhalten von Vögeln.

Die besten 3 Quellen für weitere Informationen

  1. Vogelwarte.ch: Die Lachmöwe – Das Standardwerk für Informationen zu Schweizer Vogelarten.
  2. BirdLife Schweiz: Die Lachmöwe im Neeracherried – Detaillierter Bericht über Artenförderung und Bestandsentwicklung.
  3. Christas Vogelwelt: Lachmöwen-Beobachtungen – Eine persönliche Dokumentation mit zahlreichen Aufnahmen aus dem Schweizer Alltag.

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Lachmöwe
Lachmöwen sind im Winter regelmässige Gäste an unseren Seen und können manch grauen Wintertag erhellen. Nicht wegzudenken sind ihre akrobatischen und geschickten Flüge, mit denen sie blitzschnell das den Enten zugeworfene Brot noch in der Luft wegschnappen. Auch sonst fällt für die Nahrungsopportunisten in Siedlungsnähe vieles ab. Die Lachmöwe erhielt ihren deutschen Namen entweder wegen ihres kichernden oder lachenden Rufs, der ihr auch den französischen und wissenschaftlichen Namen gab, oder nach den flachen Binnengewässern (Lachen oder Pfützen), an denen sich die Vögel gerne einfinden.
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