Der Basler Lällenkönig: Ein Wahrzeichen der Schifflände

Der Lällenkönig (baseldeutsch für „Zungenkönig“) ist eines der bekanntesten Symbole der Stadt Basel. Der überlebensgrosse Kopf aus bemaltem Kupferblech ist untrennbar mit der Basler Stadtgeschichte und dem Standort an der Schifflände verbunden.

Hintergrund und Geschichte

  • Symbolik: Der Name leitet sich von der mechanisch bewegten Zunge ab, mit der die Figur Passanten und Schiffe „verspottet“. Die Geste – das Herausstrecken der Zunge – gilt als humorvolle Provokation gegenüber dem gegenüberliegenden Kleinbasel.
  • Gestaltung: Die Figur ist ein kunstvoll gefertigter Kopf mit Krone. Historisch gesehen gibt es verschiedene Bezüge, wie etwa den Entwurf von Rosa Bratteler. Auch in der lokalen Literatur, beispielsweise in Eduard Wirz’ Erzählsammlung „Der Lällenkönig und andere Basler Geschichten“, ist die Figur ein zentrales Motiv.
  • Standort: Der Lällenkönig befindet sich an der Schifflände 1. Das Gebäude, in dem sich die Figur befindet, ist historisch bedeutsam und war unter anderem als „Hubersche Apotheke“ bekannt.

Moderne Nutzung: Restaurant Alchemist

In den letzten Jahren wurde das Gebäude an der Schifflände unter der Bezeichnung „Alchemist im Lällenkönig“ neu belebt.

  • Konzept: Das Lokal verbindet die historische Bedeutung des Standorts mit moderner Gastronomie. Es wird als Ort beschrieben, an dem Experimentierfreude, Genuss und Wohlbefinden im Zentrum stehen.
  • Renovation: Durch aufwendige Umbauten, unter anderem unter der Federführung von Haberstroh Architekten und technischen Installationen durch Firmen wie Jaisli-Xamax, wurde der Raum zeitgemäss restauriert, um das Erbe des Lällenkönigs in den Gastraum zu integrieren.

Kulturelle Bedeutung

Über seine architektonische Präsenz hinaus bleibt der Lällenkönig ein fest verankertes Element der Basler Identität. Er taucht in verschiedensten Kontexten auf:

  • Zunftwesen: Er ist ein fester Bestandteil der lokalen Kultur, etwa bei Veranstaltungen der Zünfte (z.B. Zunft zu Gerbern).
  • Design und Kunst: Die Symbolik des „Zunge-Zeigens“ wird bis heute in grafischen Arbeiten und Editionen aufgegriffen, um eine spielerische, gegen den Alltag gerichtete Haltung auszudrücken.
  1. Geschichte und Hintergrund zum Alchemist Lällenkönig
  2. Neues Leben für den Basler Lällenkönig (marmite professional)
  3. Alchemist - Haberstroh Architekten (Referenzprojekt)

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Denkmäler Schweiz
Lällenkönig
Der Lällekönig oder Lällenkönig ist ein überlebensgrossser Kopf aus bemaltem Kupferblech mit einer Krone. Das Original war am Basler Rheintor bei der Mittleren Brücke angebracht und streckte so den Ankömmlingen die Zunge heraus. Er hatte einen Mechanismus, der ihn viermal pro Minute die Augen rollen und die Zunge heraussstrecken liesss, was ihm auch seinen Namen gab: «Lälli» ist ein baseldeutsches Wort für Zunge. Der Mechanismus wurde ursprünglich durch das Werk der Turmuhr angetrieben, später erhielt der König einen eigenen Antrieb. Mit der Zeit wurde der Lällekönig so etwas wie ein Stadtwahrzeichen.
Lällenkönig
KImehr über Lällenkönig
Quelle: Wikipedia